Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Teilen

E-Mail

Facebook

Twitter

LinkedIn

Xing

Link

Piks gegen Masern – Impfung soll Pflicht werden

(79)
Piks gegen Masern – Impfung soll Pflicht werden
Die Masern haben sich in den letzten Jahren wieder stärker ausgebreitet. Dieser Entwicklung soll nächstes Jahr entgegengesteuert werden.
  • Masern zählen zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten.
  • Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bis Ende Juli 2019 weltweit fast 365.000 Fälle registriert.
  • Ab März 2020 soll eine Impfpflicht gegen Masern bundesweit für Kitas, Schulen und in sogenannten Gemeinschaftseinrichtungen wie Flüchtlingsunterkünften eingeführt werden.
  • Bei Verstößen sollen Geldstrafen bis zu 2500 Euro möglich sein und ungeimpfte Kinder dürfen nicht mehr in Kitas aufgenommen werden.
  • Der Bundestag muss diesem Gesetzentwurf noch zustimmen.

Für wen soll die Impfpflicht gelten?

Familienrecht Familienrecht: Das Wichtigste zu Ehe, Scheidung, Unterhalt und Sorgerecht

Konkret sieht das Masernschutzgesetz vor, dass sich nicht nur Kinder, sondern auch das Personal in Kitas, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen nach Inkrafttreten des geplanten Masernschutzgesetzes impfen lassen müssen. Ab März 2020 können Kinder somit nur dann in die Krippe und den Kindergarten aufgenommen werden, wenn Eltern durch den Impfpass eine Impfung oder durch ein ärztliches Attest Immunität nachweisen können. Nichtgeimpftes Personal muss die Arbeit niederlegen bzw. darf schon keine Arbeitsstelle in einer Gemeinschaftseinrichtung antreten.

Kinder und Personal, die bereits in einer Kita, Schule oder einer Gemeinschaftseinrichtung sind, müssen den Nachweis für die Impfung bis spätestens 31.07.2021 vorlegen. Entsprechende Einrichtungen müssen Personen ohne Impfschutz an die Gesundheitsämter melden. Bei Verstößen gegen die Impfpflicht soll außerdem ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro möglich sein. Die Impfpflicht gilt jedoch nur für Personen, die nach 1970 geboren wurden. Ausgenommen sind außerdem Säuglinge, Schwangere und Personen mit Immundefiziten.

Warum soll die Masern-Impfpflicht kommen?

Mithilfe der geplanten Impfpflicht sollen Einzelne, vor allem Kinder, wirksam vor Masern geschützt und eine Ausbreitung in der Bevölkerung vermieden werden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erhielten im Jahr 2017 lediglich 93 Prozent der Schulanfänger in Deutschland die empfohlenen zwei Impfungen gegen Masern und waren somit wirksam gegen Masern geschützt.

Oftmals wird die zweite Impfung schlichtweg versäumt oder bewusst aus Angst vor Nebenwirkungen unterlassen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssen jedoch mindestens 95 Prozent der Gesamtbevölkerung eines Landes beide Impfungen erhalten haben, damit die Masern erfolgreich eliminiert werden können.

Tipp: Jeder sollte vor einer Reise prüfen, ob er gegen Masern geimpft ist. Falls die geplante Reise in ein Land mit hohem Ansteckungspotenzial geht, sollte man sich spätestens 15 Tage vor Reiseantritt gegen Masern impfen lassen.

(RHE/CBR)

Foto : ©Fotolia.com/Photographee.eu

Rechtstipps zum Thema

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.