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POC Oikos Fonds: Unklare Vorgänge bei der POC Oikos GmbH & Co. KG

Rechtstipp vom 23.03.2016
(4)
Rechtstipp vom 23.03.2016
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Bei der POC Oikos GmbH & Co. KG handelt es sich um einen geschlossenen Energiefonds, welcher der POC Energy Solutions GmbH aufgelegt wurde.

Ziel der POC Oikos GmbH & Co. KG war die Investition des eingezahlten Kapitals in den Bau und Betrieb eines Stromkraftwerkes in Kanada.

Die Fondsanteile wurden bereits 2012 vertrieben. Gemäß den Informationen im Anlageprospekt sollte das Kraftwerk in Kanada bereits Mitte 2014 ans Netz gehen und ausschüttungsfähige Gewinne erwirtschaften. Die POC Oikos GmbH & Co. KG sollte mittelbar am Bau und Betrieb des Kraftwerkes beteiligt sein.

Die Anleger haben bisher keine Informationen über den Baufortschritt des Kraftwerkes, die Produktivität des Kraftwerkes oder wie es um die Liquidität der Gesellschaft bestellt ist, erhalten. Es erfolgten auch keine Informationen über die Verwendung des Investmentkapitals.

Die Anleger haben bis dato auch keinerlei Gewinnausschüttungen erhalten, so dass davon auszugehen ist, dass der Fonds keine Gewinne erwirtschaftet und das unternehmerische Konzept hinter dem Fonds gescheitert ist.

Die Geschäftsführung teilte den Anlegern mit Schreiben vom 25.09.2015 mit, dass entgegen dem Konzept des Fondsprospekts die Veräußerung des Kraftwerkes geplant sei. Mangels Informationen zur Produktivität oder Rentabilität des Kraftwerkes ist davon auszugehen, dass eine Veräußerung nur mit Verlusten möglich sein wird. Die Veräußerung dürfte sich demnach nachteilig auf den Wert der Beteiligung auswirken.

Anleger des POC Oikos Fonds sollten von einem im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche gegen die vermittelnden Banken und Berater aus fehlerhafter Anlageberatung bei der Vermittlung des geschlossenen Fonds zu stehen.

Sollte ein Fall der fehlerhaften Anlageberatung vorliegen, können die Anleger das Investmentkapital als Schadensersatz gegen Rückübertragung der Beteiligung nebst einer angemessen Verzinsung für die Dauer der Beteiligung von der vermittelnden Bank verlangen.

Die Ansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung verjähren nach § 199 Abs.3 Nr. 1 BGB spätestens nach zehn Jahren von ihrer Entstehung an. Dementsprechend verjähren Ansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung spätestens zehn Jahre nach Abschluss der Kapitalanlage.

Wir, Decker & Böse Rechtsanwälte, empfehlen, Ihre Kapitalanlagen, insbesondere geschlossene Fondsanlagen durch einen im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. So können entstandene Verluste aus einer Kapitalanlage, welche auf eine fehlerhafte Anlageberatung zurückzuführen sind, effektiv vermindert werden.

Ihr

Rechtsanwalt Markus Decker bei

Decker & Böse Rechtsanwälte – Ihre Kanzlei für Bank-, Kapitalmarkt- und Verbraucherrecht


Rechtstipp aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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