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P&R Container-Insolvenz: Schadensersatz für Anleger

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Am Montag, den 19. März 2018 hat das Amtsgericht München das vorläufige Insolvenzverfahren über die P&R Container Vertriebs- und Verwaltung-GmbH (Az. 1542 In 726/18), die P&R Gebraucht-Container Vertriebs- und Verwaltung-GmbH (Az. 1542 In 727/18) und die P&R Container Leasing GmbH (Ar. 1542 In 728/17) eröffnet. Über 51.000 Anleger mit einer Gesamtsumme über 3,5 Milliarden € sind betroffen. Es dürfte sich damit um den größten Anlageskandal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland handeln.

Totalverlust, Rückzahlungen und Nachschusspflicht drohen

Betroffene Anleger müssen den Totalverlust ihres Geldes befürchten. Es drohen Rückzahlungen, falls der Insolvenzverwalter Auszahlungen anficht. Und was viele Anleger gar nicht wussten: Es droht eine „Nachschusspflicht“, denn die Anleger haften u. U. für Stand- und Lagergebühren der Container, Unterhalt, Wartung, Versicherung und u. a.

Verdacht auf Schneeballsystem und Anlagebetrug

Die P&R-Gruppe hat seit 1975 Gelder eingesammelt. Die Kunden der P&R investierten ihr Geld direkt in den Kauf von Containern. Nach einer bestimmten „Gebrauchszeit“ sollte P&R die Container von den Anlegern zurückkaufen. Dabei wurde allerdings der Rückkaufswert weder in den Kauf-und Verwaltungsverträgen noch im Emissionsprospekt festgelegt, sondern nur i.H.v. 65 % des Kaufpreises „in Aussicht gestellt“. P&R selbst übernahm die Vermittlung von Aufträgen. Möglicherweise hat es sich von Anfang an um ein so genanntes „Schneeballsystem“ gehandelt, bei dem die Auszahlungen mit den Geldern später geworbener Anleger finanziert werden. Dadurch entsteht eine Pyramide, die früher oder später zusammenbricht, wenn nicht mehr genügend neue Anleger gefunden werden können.

Insolvenzanmeldung und Schadensersatz

Jeder Anleger muss seine Ansprüche selbst zur Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter berücksichtigt nur Ansprüche, die Anleger angemeldet haben. Die betroffenen P&R-Anleger müssen auch ihre Schadensersatzansprüche jetzt aktiv durchsetzen. Viele Anlagevermittler haben die P&R als „sichere Anlage“ verkauft. Kaum einem Anleger war klar, dass er für die Kosten der Container selbst aufkommen muss und damit eine faktische Nachschusspflicht hat. Darüber hätten Anlagevermittler aber unbedingt aufklären müssen, denn solche Nachschusspflichten sind verboten. Haben Vermittler die Anleger nicht davor gewarnt, dürften sie sich schadensersatzpflichtig gemacht haben. Sie müssen den betroffenen P&R-Anlegern das verlorene Geld zurückzahlen und sie von möglichen Forderungen des Insolvenzverwalters und aufgrund der Container-Kosten freihalten. Schadensersatzansprüche für die P&R-Anleger könnten sich auch aus Prospektfehlern ergeben. Schadensersatzansprüche der P&R-Anleger gegen Gründer, Vorstände, Geschäftsführerin, Initiatoren und Wirtschaftsprüfer werden derzeit geprüft.

Kanzlei KMP3G setzt Ansprüche durch

Die Kanzlei KMP3G Klamert + Partner Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft aus München hat jahrzehntelange Erfahrung in derartigen Großschadensfällen und hat bereits tausenden Anlegern ihr verloren geglaubtes Geld zurückgeholt. Rechtsanwalt Johannes Goetz steht für eine erste Einschätzung zur Verfügung. Die Kanzlei bietet Anlegern die rechtssichere Anmeldung der Forderungen zur Insolvenz und die erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen.

Johannes Goetz, Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Versicherungsrecht und Wirtschaftsrecht


Rechtstipp vom 21.03.2018
Aktualisiert am 29.03.2018

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