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P&R Container-Investments – Insolvenz angemeldet

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Was Anleger jetzt wissen müssen

Nach dem Vertriebsstopp bei P&R Anfang März 2018 haben sich jetzt die Befürchtung der Anleger bewahrheitet. 

Die P&R Container Leasing GmbH, die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH und die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH haben Insolvenz beim Amtsgericht München angemeldet. In allen drei Verfahren wurde bereits ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

1. Forderung im Insolvenzverfahren anmelden

Zunächst müssen die Anleger ihre Ansprüche als Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden. Die Forderungsanmeldung muss rechtlich korrekt erfolgen, insbesondere ist zwischen Ansprüchen auf Herausgabe des Eigentums, Miete, Rückkaufwert und Schadensersatz zu unterscheiden. 

Das Insolvenzverfahren wird sich erfahrungsgemäß einige Jahre hinziehen. Ungewiss bleibt dabei, mit welcher Quote die Anleger am Ende überhaupt befriedigt werden. Oftmals werden am Ende eines Insolvenzverfahrens nur geringe Quote ausgezahlt. 

Daher sollten unbedingt auch weitere Handlungsmöglichkeiten geprüft werden. 

2. Prüfung von Schadensersatzansprüchen 

Schadensersatzansprüche sollten parallel zum Insolvenzverfahren geprüft werden. 

Als mögliche Anspruchsgegner kommen dabei die Vermittler, Berater, Gründer, Wirtschaftsprüfer und weitere Hintermänner in Betracht. 

Für den Schaden haften etwa die Vermittler, wenn sie die Anleger nicht hinreichend über die Risiken des Direktinvestments in Container aufgeklärt haben. Ein Anlageberater muss seinen Kunden umfassend aufklären. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes muss er anleger- und anlagegerecht beraten. 

Wurde ein Anleger falsch beraten, steht ihm ein Schadensersatzanspruch zu, der ihn so stellt, als ob er die Container nicht erworben hätte. 

Die Bilanzen der Gesellschaften P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, P&R Container Leasing GmbH und P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH enthalten eine Einschränkung des Bestätigungsvermerkes des Wirtschaftsprüfers. Die Zeitschrift Finanztest wies bereits im Juli 2017 darauf hin, dass die Einschränkung eines Bestätigungsvermerkes ein Makel einer Bilanz ist, die nicht oft vorkommt. 

Außerdem gibt es Vermutungen, dass es sich bei P&R um ein Schneeballsystem handeln könnte. 

Sollte dies der Fall sein, haften die Gründer, Geschäftsführer und ggf. weitere Hintermänner bei P&R auf Schadensersatz. 

3. Anlegern droht Haftung bis hin zur Privatinsolvenz

Nach der Konzeption der Fonds, etwa beim Angebot Nr. 5005, ist vorgesehen, dass der Anleger Eigentümer der Container wird und es am Ende der Laufzeit zum Rückkauf durch die P&R-Gruppe kommt. 

Kauft die P&R-Gruppe die Container aber nicht zurück, bleibt der Anleger Eigentümer und er muss für die weitere Wartung und Bewirtschaftung aufkommen. Die Eigentümerstellung ist dann mit unkalkulierbaren Folgekosten verbunden. Anlegern droht daher nicht nur der Verlust des eingesetzten Kapitals, sondern weitere finanzielle Verbindlichkeiten, die im schlimmsten Fall bis zur Privatinsolvenz führen können. 

4. Beratung durch spezialisierte Fachanwälte

Die spezialisierten Fachanwälte der Kanzlei WinterWotsch verfügen zusammen über mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht. 

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Rechtstipp vom 20.03.2018
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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