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P&R-Pleite: Der größte deutsche Anlageskandal aller Zeiten

Rechtstipp vom 21.03.2018
Rechtstipp vom 21.03.2018

P&R ist pleite – Die Anzeichen für das Aus des Container-Giganten reihten sich seit Ende des vergangenen Jahres in unheilvoller Art und Weise aneinander, sodass Branchenkenner und analysierende Fachmedien schon Alarm schlugen. Erst waren nur vereinzelte Nichtauszahlungen von Mieten und nicht wie erhofft ablaufende Rückkäufe zu registrieren. Dann gab es den sogenannten Shut Down der Kapitalanlageprodukte. Vermittler wurden aufgefordert, keine P&R-Anlagen mehr zu verkaufen. Und dann ging‘s Schlag auf Schlag: Erste Insolvenzanmeldungen von insgesamt drei Gesellschaften am 15. März, Bestellung der vorläufigen Insolvenzverwalter durch das AG München am 19. März.

Der ungekrönte Containerkönig P&R sammelte 3,5 Milliarden Euro ein und revanchierte sich bei treuen Anlegern mit immer recht korrekten Rückzahlungen und Mietzinsen. Allerdings, so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Mathias Nittel: „Es war eigentlich allen klar, dass die Krise der Containerschifffahrt so nicht spurlos an P&R vorübergehen konnte: Insolvente Schifffahrtsgesellschaften transportieren keine Container!

Mehr als 50.000 Anleger sehen nun ihr Geld im Feuer. Von allen Möglichkeiten, verlorenes Kapital zurückzuholen, scheint aktuell die Haftung der Berater, die die Container verkauft haben, die am geeignetste zu sein. Fachanwalt Nittel: „Vom Insolvenzverwalter ist für sehr lange Zeit nicht allzu viel zu erwarten. Dazu müsste das fortzusetzende Geschäft in eine profitable Lage gebracht oder ein solventer Aufkäufer gefunden werden – beides scheint mir aktuell angesichts der Konjunkturlage eher schwierig.

Die Abwicklung eines solchen Großverfahrens wird 4 bis 5 Jahre dauern, bis alle Werte ermittelt, und Verkaufserlöse als Kapital der Insolvenzmasse zugeschlagen werden können. Erst dann erhalten Anleger entsprechend der ihnen nach ihrem Rang zustehenden Quote anteilmäßig etwas Geld zurück. Fachanwalt Nittel: „Allzu große Hoffnungen sollte man sich da aber nicht machen, allein die vorrangig aus der Insolvenzmasse zu bedienenden Verfahrenskosten dürften über die Jahre immens sein.

Erfolgversprechender scheint es daher zu sein, gegen die Vermittler der P&R Container Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Fachanwalt Nittel: „Es stellt sich die Frage, ob Banken und Finanzberater, die die Container ihren Kunden verkauft haben, das Geschäftsmodell tatsächlich auf Herz und Nieren geprüft haben.“ Und auch Risiken, die mit dem Rückkauf der Container verbunden waren, sind wohl nicht immer ausreichend deutlich dargestellt worden.

Anleger können sich von Rechtsanwalt Nittel im Insolvenzverfahren vertreten und bezüglich einer Strategie zur Schadensminimierung beraten lassen. Der Graumarkt-Experte verweist insbesondere Containerbesitzer auf einen wichtigen Aspekt: „Die Dinger stehen irgendwo herum und irgendwer wird Kosten dafür aufrufen. Wer wird die zahlen? Möglicherweise der Insolvenzverwalter, um sich den Zugriff auf Werte zu sichern, aber das Geld holt er sich vom Anleger zurück.

Rechtsanwalt Mathias Nittel steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. 

Lassen Sie sich von mir beraten, welche Möglichkeiten Sie im P&R-Skandal haben, um Ihr Geld zurückzuholen. Im Rahmen einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung informiere ich Sie über Ihre rechtlichen Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Telefonisch oder per E-Mail stehe ich Ihnen zur Verfügung.


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