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P&R Transport-Container GmbH: Vertrieb eingestellt – beunruhigte Anleger

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Beim Containerriesen P&R rumort es kräftig. Die P&R Transport-Container GmbH hat am 7. März 2018 überraschend den Vertrieb seiner aktuellen Anlageprodukte eingestellt. Vertriebspartner wurden aufgefordert, keine Verträge mehr für die Angebote Nr. 5005 und Nr. 6005 abzuschließen, berichtet u. a. Stiftung Warentest. Begründet wurde der Vertriebsstopp mit einem „aktuellen Anlass“, zu dem es allerdings keine weiteren Ausführungen gibt.

Allerdings wurde erst vor wenigen Tagen bekannt, dass es Verzögerungen bei den Auszahlungen an die Anleger gebe. „Fonds professionell“ berichtete am 2. März 2018 online, dass sich die Auszahlung der Q.IV 2017 Miete sowie die Auszahlung von fälligen Rückkäufen mit Ablaufdatum 27. bis 30. Dezember 2017 verzögern wird. Davon soll allerdings nur ein kleiner Teil der Altverträge betroffen sein, die fälligen Mieten und Rückkäufe sollen bis zum 15. beziehungsweise 20. März 2018 vollständig geleistet werden.

Nun folgte die Einstellung des Vertriebs. „Unterm Strich sind das alles sehr beunruhigende Nachrichten für die Anleger und P&R sorgt mit seiner aktuellen Informationspolitik nicht gerade für Transparenz und Aufklärung“, sagt Rechtsanwalt Ralf Buerger, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Hagen.

Und es gibt noch weitere Nachrichten, die für weitere Verunsicherung bei den Anlegern sorgen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, wurden von 2014 bis 2016 mehr Mieten an die Anleger ausgezahlt, als durch die Vermietung der Container eingenommen wurde. „Ob es einen Zusammenhang zu den verspäteten Auszahlungen und dem Vertriebsstopp gibt, ist unklar. Die Zahlen lassen aber nichts Gutes erahnen“, so Rechtsanwalt Buerger. Unwillkürlich werden Erinnerungen an die Magellan-Pleite 2016 wach.

Nach eigenen Angaben betreut die P&R Gruppe mehr als 50.000 Anleger und hat allein in den letzten 10 Jahren ein Containerverkaufsvolumen von deutlich über 7 Mrd. Euro abgewickelt. Dennoch scheint es jetzt massive Schwierigkeiten zu geben, die auch erhebliche Auswirkungen auf die Anleger haben könnten. „Im schlimmsten Fall kann der Totalverlust des investierten Geldes drohen“, warnt Rechtsanwalt Buerger.

Besorgte Anleger können sich frühzeitig über ihre rechtlichen Möglichkeiten von der Kündigung der Verträge bis hin zu Schadensersatzansprüchen beraten lassen. In Betracht kommen dabei auch Forderungen gegen die Vermittler, wenn diese nicht ausreichend über die bestehenden Risiken informiert haben.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Homepage.


Rechtstipp vom 09.03.2018
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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