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Probleme beim Bau einer Windkraftanlage

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Probleme beim Bau einer Windkraftanlage
Optische Bedrängung durch Windenergieanlagen?.

Das Oberverwaltungsgericht hat den Bau einer teilweise fertiggestellten Windkraftanlage wegen optischer Bedrängung als unzulässig erklärt:

Der Bau einer Windenergieanlage in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus gilt nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen dann als unzulässig, wenn ein gewisser Mindestabstand unterschritten wird. Bei Windenergieanlagen hat der Abstand zu Wohnhäusern mindestens das Zweifache der Gesamtanlagenhöhe (Nabenhöhe + ½ Rotordurchmesser) zu betragen, um zumindest eine einzelfallspezifische Prüfung der Zulässigkeit zu erreichen.

Abstände ab dem Dreifachen der Gesamtanlagenhöhe sind generell als unproblematisch einzustufen und gelten als zulässig.

Im vorliegenden Fall handelte es sich um eine Windkraftanlage mit einer Höhe von 150 Metern. Der Abstand zum Wohngebiet betrug jedoch lediglich 270 Meter, was deutlich geringer ist als der mindestens einzuhaltende Abstand der zweifachen Gesamtanlagenhöhe.

Das Oberverwaltungsgericht hielt an der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen fest und erkannte in der Anlage insbesondere unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, also der Ausrichtung der Fenster des Wohnhauses und des dazugehörigen Gartens, eine optische Bedrängung des Wohnhauses.

(OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 24.06.2010, Az.: 8 A 2764/09)

(HEI)

Foto : ©iStockphoto.com


Rechtstipp vom 09.09.2010
aus dem Rechtsgebiet Öffentliches Baurecht

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