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PRORENDITA Vier GmbH & Co. KG - Informationen für Anleger

Rechtstipp vom 20.09.2011
(10)
Rechtstipp vom 20.09.2011
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Schadensersatz für PRORENDITA Anleger erfolgreich durchgesetzt

Rund 102 Mio. € wurden in den Jahren 2006 - 2008 von 5.370 Anlegern für den Ideenkapital Fonds PRORENDITA Vier GmbH & Co. KG eingeworben.

Der Fonds

Die Gesellschaft ist an zwei englischen Gesellschaften beteiligt, der PRORENDITA FOUR Limited Partnership und der PRORENDITA FOUR Limited, deren Unternehmensgegenstand der Handel mit britischen Lebensversicherungen ist, die auf dem Zweitmarkt erworben wurden.

Durch die weltweite Finanz- und Bankenkrise haben die Rückkaufswerte an Kapitallebensversicherungen erheblich an Wert verloren. Dementsprechend haben sich der Wert der Beteiligungen und das Eigenkapital der Tochtergesellschaften gemindert.

Für die betroffenen Anleger hat dies zur Folge, dass ein Großteil ihres investierten Geldes verloren ist.

Die aktuelle Situation

Der Wert der Kommanditanteile der Anleger, für die sie insgesamt 102 Mio. € einbezahlt hatten, hat sich ausweislich der Bilanz der Fondsgesellschaft zum 31. Dezember 2009 auf 33.725.872,22 € verringert.

Die Falschberatung

Für zahlreiche Anleger kommt diese Situation völlig überraschend, weil sie insbesondere über die Risiken der Beteiligung unzutreffend informiert wurden. Sie gingen davon aus, dass es sich um eine sichere Geldanlage handeln würde. Offensichtlich wurden sie vor dem Erwerb der Beteiligung falsch beraten.

Falschberatung in diesen Punkten haben wir bei den von uns vertretenen Mandanten - neben vielen anderen - bislang besonders häufig angetroffen:

  • Die Beteiligung an der PRORENDITA Vier GmbH & Co. KG wurde als sichere Anlage empfohlen. Von Verlustrisiken, gar vom Totalverlust der Einlage war in den Beratungsgesprächen nie die Rede.
  • Die Beteiligung an der PRORENDITA Vier GmbH & Co. KG wurde als Altersvorsorge bzw. zur Anlage von Vermögen im Alter empfohlen. Für diese Zwecke ist die Investition in diesen Fonds grundsätzlich ungeeignet, da die Beteiligung als unternehmerische Beteiligung hohe Verlustrisiken mit sich bringt.
  • Die im Vertrieb des Fonds PRORENDITA Vier GmbH & Co. KG beteiligten Banken, Sparkassen und Berater haben erhebliche Provisionszahlungen erhalten. Über diese „Kickbacks" hätten die Anleger unaufgefordert im Rahmen des Beratungsgesprächs informiert werden müssen. Dies war regelmäßig nicht der Fall.

Der Schadensersatz

Anleger, die über die ihnen empfohlenen Anlageprodukte falsch beraten wurden, können gegenüber ihren Beratern Schadensersatz durchsetzen. Sie erhalten dabei regelmäßig das investierte Kapital sowie entgangenen Gewinn. Im Gegenzug erhält der Berater die Beteiligung. Erhaltene Ausschüttungen werden vom Schadenersatzanspruch in Abzug gebracht.

Wir haben im Zusammenhang mit PRORENDITA-Fonds bereits erfolgreich Schadenersatzansprüche gegen die beratende Bank durchgesetzt.

Mathias Nittel

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Michael Minderjahn

Rechtsanwalt


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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