Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

RAe Waldorf Frommer mahnen für die Universum Film GmbH wegen des Filmwerks "Ritter Rost" ab

(1)

Die Kanzlei Waldorf Frommer aus München mahnt im Auftrag der Universum Film GmbH Anschlussinhaber aufgrund von Filesharing geschützter Werke ab.

Konkret geht es um das Filmwerk „Ritter Rost“ des Regisseurs Thomas Bodenstein, welcher über die entsprechenden Portale durch die Abgemahnten upgeloadet, und somit Dritten zum illegalen Download öffentlich zur Verfügung gestellt worden sein soll.

Der Rechteinhaber begehrt

1.) die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie

2.) die Zahlung eines pauschalen Schadensersatzes von 600 € zzgl. 215 € als Aufwendungsersatz (Anwaltskosten), also insgesamt einen Betrag in Höhe von 815 €.

Meistens ist die im Schreiben dargelegte Rechtsauffassung nicht so klar, wie sie dort vorgetragen wird.

Beispielsweise hat kürzlich das Amtsgericht Köln darauf hingewiesen, dass man nicht mehr ohne weiteres von der Richtigkeit der Ermittlung der durch den Rechteinhaber vorgelegten IP-Adressen ausgehen kann.

Zwar reiche eine bloße Glaubhaftmachung im Auskunftsverfahren aus, jedoch müsse die tatsächliche Richtigkeit der Ermittlung z. B. durch Sachverständigengutachten oder Mehrfachermittlung im Hauptverfahren nachgewiesen werden, da die Fehlerquote bei der Ermittlung der richtigen Internetanschlüsse zu groß sei. (AG Köln, 22.10.2014, Az. 125 C 410/14).

Daher ist es meist sinnvoll, gegen eine derartige Abmahnung vorzugehen und zu prüfen, ob die Ansprüche in der dargelegten Form auch bestehen.

Beachten Sie auch:

Den Schadenersatz müsste (neben den zu erstattenden Anwaltskosten) nur derjenige leisten, der das Werk auch tatsächlich in den o.g. Portalen angeboten hat.

Der sog. Störer (also z. B. der Anschlussinhaber) würde „nur“ wegen des geltend gemachten Aufwendungsersatzes (Anwaltskosten) belangt werden können.

Es zeigt sich oftmals, dass man bei richtiger Behandlung der Abmahnung den Zahlungsbetrag entweder reduzieren oder ggf. sogar die Zahlung gänzlich vermeiden kann.

Empfohlen wird daher:

  • nicht die gesetzte Frist verstreichen zu lassen,
  • keinen Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer aufzunehmen,
  • nicht die beigefügte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen,
  • keine Zahlungen ohne vorherige Absprache zu leisten und
  • sich vor Ablauf der Frist anwaltlichen Rat einzuholen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie uns das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird besprochen, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp vom 13.11.2014
aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Sascha Tawil (Kanzlei Tawil)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.