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Rechtlich zulässige Werbemaßnahmen für Anwälte

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Rechtlich zulässige Werbemaßnahmen für Anwälte
Das anwaltliche Werbeverbot wird allmählich zurückgedrängt. Damit wachsen die Möglichkeiten, sich einen Wettbewerbsvorsprung durch Werbemaßnahmen zu verschaffen.
Fiona Pröll anwalt.de-Redaktion

Die Notwendigkeit von Kanzleiwerbung – und deren Einschränkungen

Es gibt immer mehr Rechtsanwälte. Der Bundesrechtsanwaltskammer zufolge hält seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Entwicklung an, wonach jedes Jahr ein absoluter Zuwachs zu verzeichnen ist.* Damit steigt auch der Wettbewerb um potenzielle Mandanten innerhalb der Anwaltschaft.

Um heute eine Kanzlei wirtschaftlich erfolgreich zu führen, gilt es, gezielte Werbemaßnahmen einzusetzen. Der niedergelassene Anwalt muss sich mit seiner Expertise präsentieren und positionieren, sodass Ratsuchende ihn finden können.

Früher war es Anwälten verboten, Werbung für sich und die Kanzlei zu betreiben. Doch Gesetzgebung und Rechtsprechung berücksichtigen den wachsenden Wettbewerb zunehmend.

Das anwaltliche Werbeverbot wird allmählich zurückgedrängt. Dies eröffnet Anwälten und Kanzleien die Möglichkeit, sich einen Wettbewerbsvorsprung durch rechtlich zulässige Werbemaßnahmen zu verschaffen.

* Bundesrechtsanwaltskammer: Entwicklung der Zahl zugelassener Rechtsanwälte von 1950 bis 2020.


Gibt es das anwaltliche Werbeverbot noch?

Das generelle Werbeverbot für Rechtsanwälte wurde 1987 abgeschafft. Dennoch besteht bis heute in der Anwaltschaft eine gewisse Unsicherheit darüber, inwiefern anwaltliche Werbemaßnahmen rechtlich überhaupt zulässig sind.

Laut § 43 Satz 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) gilt für jeden Anwalt:

„Er hat sich innerhalb und außerhalb des Berufes der Achtung und des Vertrauens, welche die Stellung des Rechtsanwalts erfordert, würdig zu erweisen.“

§ 43b BRAO konkretisiert anschließend zu anwaltlichen Werbemaßnahmen:

Werbung ist dem Rechtsanwalt nur erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist.“

Werbung als Anwalt ist also – auch in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 1 BORA – grundsätzlich zulässig.

Als Faustregel gilt es zu beachten, dass die Werbemaßnahmen unbedingt

  1. sachlich
  2. berufsbezogen und
  3. nicht auf die Mandatsgewinnung im Einzelfall ausgerichtet

sind.

Nur wenn ausreichende Gründe des Gemeinwohls vorliegen und es dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht, kann eine Werbemaßnahme im Einzelfall unzulässig sein.


Erlaubte Werbemaßnahmen für Anwälte

Grundsätzlich dürfen Anwälte für sich und ihre Kanzlei werben, u. a. hiermit:

  • Rechtsanwälte können über ihre eigene Person und die von ihnen angebotenen Dienstleistungen in sachlicher und berufsbezogener Weise informieren.
  • Es ist ihnen erlaubt, das Rechtsgebiet als Interessens- oder Tätigkeitsschwerpunkt anzugeben.
  • Auf Mandanten darf hingewiesen werden, wenn diese ausdrücklich dazu eingewilligt haben.
  • Anwälte können das eigene Honorar offenlegen.
  • Sie dürfen eine Onlinepräsenz betreiben – z. B. ein Profil auf einer Anwaltsplattform oder eine eigene Website. Auch ein Social-Media-Auftritt kann zulässig sein, sofern er in Form und Inhalt seriös ist.
  • Ihnen ist gestattet, Artikel zu juristischen Themen zu publizieren.
  • Sie haben die Möglichkeit, eine URL für die Onlinepräsenz einzurichten, die den eigenen Namen bzw. den der Kanzlei aufgreift. Diese darf jedoch keine Werbebotschaft oder Übertreibung enthalten, wie beispielsweise superkanzlei-mustermann.de.


Unzulässige Werbemaßnahmen für Anwälte

Laut Gesetzgebung und Rechtsprechung sind Anwälten u. a. diese Werbemaßnahmen nicht gestattet:

  • Rechtsanwälte dürfen im Einzelfall nicht durch gezielte Ansprache um die Erteilung eines Mandats werben.
  • Es ist unzulässig, Erfolgs- und Umsatzzahlen anzugeben, jedenfalls wenn diese irreführend sind.
  • Verboten ist, mit der Zulassung zu werben, da diese bei niedergelassenen Anwälten eine Selbstverständlichkeit darstellt.
  • Ohne klare Kennzeichnung dürfen Artikel zu juristischen Themen und Werbeanzeigen nicht miteinander vermengt werden.
  • Anwälten ist es untersagt, Werbemaßnahmen in Form und Inhalt marktschreierisch zu gestalten.


Auf der sicheren Seite werben: Anwaltsplattformen

Letztlich hängt es bei jeder Werbeaktivität vom Einzelfall ab, ob sie in der konkreten Gestaltung zulässig ist.

Zudem gibt – gerade bei neuartigen Werbemaßnahmen – oftmals erst die Rechtsprechung Klarheit darüber, inwiefern generell eine solche Werbung betrieben werden darf.

Anwaltliche Werbung benötigt jedoch Rechtssicherheit, um dauerhafte Erfolge erzielen zu können.

Diese Sicherheit liefern Anwaltsplattformen – wenn sie wie anwalt.de das Profil mit sämtlichen Funktionen zum Pauschalpreis anbieten.

Demgegenüber sollten Anwaltsplattformen, die Vermittlungsgebühren erheben, nicht genutzt werden, da diese gegen § 49b Abs. 3 Satz 1 BRAO verstoßen.

Hochprofessionelles Werbeumfeld

Anwaltsplattformen bieten einen seriösen Kontext, in dem sich Rechtsanwälte und Kanzleien in würdiger und sachlicher Weise präsentieren können. Die Juristen werden ausschließlich in ihrer Fachlichkeit vorgestellt; eine Vermengung mit privaten Inhalten findet nicht statt.

Rechtsanwälte sollten bei der Wahl der Anwaltsplattform – neben der Reichweite und den Funktionen – auch auf eine ausgezeichnete Reputation der Plattform achten. Diese verstärkt den seriösen Eindruck des einzelnen Anwalts- bzw. Kanzleiprofils zusätzlich. anwalt.de ist mit mehr als 18.000 Rechtsanwälten und Kanzleien sowie mit über 15 Jahren Erfahrung eine renommierte Umgebung für die anwaltliche Onlinepräsenz.

Anwaltsprofil mit ausschließlich zulässigen Angaben

Profile auf Anwaltsplattformen funktionieren wie eine digitale Visitenkarte. Sie präsentieren prägnant und übersichtlich die wichtigsten Informationen zum Anwalt bzw. der Kanzlei.

Anwaltsplattformen wie anwalt.de haben die Profile so gestaltet, dass darin nur rechtlich zulässige Angaben abgefragt werden: z. B. Name, Kontaktdaten, juristisches Fachgebiet sowie etwaige Spezialisierungen.

Weitere Details zum anwalt.de-Profil liefert ein eigener Beitrag zum Thema auf anwalt.de.

Redaktionelle Beiträge ohne Werbeeinblendungen

Anwaltsplattformen wie anwalt.de bieten Rechtsanwälten die Möglichkeit, selbst verfasste Rechtstipps zu publizieren. Bei den Beiträgen handelt es sich um Fachartikel, nicht um bezahlte Werbeanzeigen. Entsprechend werden die Rechtstipps auf der Anwaltsplattform konsequent als redaktionelle Inhalte kategorisiert.

Auf anwalt.de erscheinen neben oder unter den Rechtstipps keine nichtredaktionellen Werbeannoncen für kostenpflichtige Angebote.

Weitere Details zur Veröffentlichung von Rechtstipps liefert ein eigener Beitrag zum Thema auf anwalt.de.


URL mit dem eigenen Namen

Auf Anwaltsplattformen sind die Links der Profile in der Regel nach einem strengen Muster aufgebaut. So werden beispielsweise auf anwalt.de die URLs automatisch nach diesem Schema vergeben:

  • www.anwalt.de/vorname-nachname bei persönlichen anwalt.de-Profilen
  • www.anwalt.de/kanzleiname bei Kanzleiprofilen

Der Anwalt kann daher sicher sein, dass seine URL keine unzulässige Werbebotschaft enthält.


Reichweitenstärke und Auffindbarkeit statt Einzelansprache

Anwaltsplattformen machen das rechtlich sehr kritische Versenden von Aufforderungen an Einzelpersonen obsolet.

Stattdessen setzen sie auf das Prinzip einer hochgradig optimierten Auffindbarkeit im Netz. Sie präsentieren die Profile der Rechtsanwälte und Kanzleien mit enormer Reichweite.

Anwälte und Kanzleien lassen sich also finden. Per Kontaktformular können ihnen potenzielle Mandanten dann eine direkte Anfrage stellen.

Mehr als 2,5 Mio. Ratsuchende pro Monat nutzen anwalt.de. Zudem ranken anwalt.de-Profile in den Suchmaschinen sehr hoch. 96 Prozent sind in den Google-Suchergebnissen auf der jeweils ersten Seite gelistet. Veröffentlicht der Anwalt außerdem Rechtstipps, können potenzielle Mandanten ihn auch darüber finden.


Rechtssicher werben mit anwalt.de

Deutschlands große Anwaltsplattform macht Rechtsberatung einfach. Das anwalt.de-Profil und sämtliche Funktionen, wie z. B. das Veröffentlichen von Rechtstipps, erfüllen die Ansprüche, die der Gesetzgeber an anwaltliche Werbemaßnahmen stellt.

Rechtsanwälte profitieren mit dem anwalt.de-Profil von einem hocheffektiven Werkzeug, um erfolgreiche Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. Jeden Monat finden auf anwalt.de rund 100.000 Kontakte statt.


Einfach zum anwalt.de-Profil

Buchen Sie jetzt Ihr persönliches anwalt.de-Profil unter anwalt.de/mitmachen. Bei Fragen hilft Ihnen der Kundenservice gerne weiter.

(ZGRA) 

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Foto : ©iStock/PeopleImages


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