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Rechtslage Produktentanker-Fonds II (MT King Edward + MT King Eric Tankschiffahrts GmbH & Co. KG)?

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König & Cie. GmbH & Co. KG

Leider hat sich auch der vom Emissionshaus König & Cie. aufgelegte Schiffsfonds Produktentanker-Fonds II (MT King Edward + MT King Eric Tankschiffahrts GmbH & Co. KG) nicht prospektgemäß entwickelt, weswegen sich zahlreiche Anleger Sorgen um ihre Einlagen machen.

Nachdem schon zahlreiche Schiffsfonds Insolvenz anmelden mussten, auch von König & Cie. siehe weiter unten, und auch bereits zahlreiche Anleger von diversen Schiffsfonds mit Nachschussforderungen seitens der Insolvenzverwalter überzogen worden sind, fragen vermehrt auch Anleger, die Schiffsfonds der König & Cie. erworben haben, die Anwälte der Anlegerschutzkanzlei Eser Rechtsanwälte nach rechtlichen Ausstiegsmöglichkeiten.

Eine Rückabwicklung ist hierbei rechtlich in Form einer Schadensersatzklage auf das so genannte negative Interesse tatsächlich möglich. Der wegen Falschberatung oder Prospektfehler verklagte Anspruchsgegner muss insoweit den klagenden Anleger so stellen, als ob er die streitbefangene Schiffsfondsbeteiligung nicht erworben hätte. Hierzu gehört neben der Zahlung des Schadensersatzbetrages (Einlage) auch die Freistellung des Anlegers von bereits eingetretenen oder zu erwartenden Schäden und Nachteilen, die im ursächlichen Zusammenhang mit der Schiffsfondsbeteiligung stehen. Namentlich auch die Freistellung von Nachschussforderungen!

Verjährung?

Betroffene Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit der vorliegenden Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.

Sollten betroffene Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank/Sparkasse nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche auf 100%-ige-Rückabwicklung. Das gleiche gilt auch, wenn die Bank bzw. Sparkasse verheimlicht hat, dass sie für die Schiffsfondsbeteiligung Vertriebsprovisionen und Rückvergütungen erhalten hat.

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes müssen nämlich Anleger sowohl anleger- als auch objektgerecht beraten werden.

Das bedeutet, dass die Anleger vollständig und zutreffend über sämtliche Risiken und Nachteile sowie produktspezifische Besonderheiten der Schiffsfondsbeteiligung aufgeklärt werden müssen. Hierzu gehört auch eine vollständige Aufklärung über die der Bank/Sparkasse zufließenden Vertriebsprovisionen und Rückvergütungen (Kickbacks). Kann nur ein Informationsdefizit bzw. eine einzige Aufklärungspflichtverletzung nachgewiesen werden, so besteht ein Schadensersatzanspruch auf hundertprozentige Rückabwicklung.

Was können betroffene Anleger des Schiffsfonds IGB Container 5, gilt in gleichen Maßen auch für die Schwesternfonds, jetzt tun?

Geschädigte Anleger sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Interessierte Anleger sollten hierbei zeitnah reagieren, da im Hintergrund etwaige Verjährungsfristen drohen abzulaufen. Als verjährungsunterbrechende Maßnahmen kommen beispielsweise die Klageeinreichung oder die Beantragung eines Mahnbescheides in Betracht. Auch hierzu sollte ein erfahrener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufgesucht werden. 

Interessierte Anleger können für eine erste Information den Kontakt, beispielsweise via E-Mail, info@kanzlei-eser.de oder via Telefon 07 11/ 217235-0, mit der Anwaltskanzlei Eser Rechtsanwälte aufnehmen. Auf der Homepage der Anwaltskanzlei www.kanzlei-eser.de sind weitergehende Information sowie ein kostenfreier Fragebogen abrufbar.

Eser Rechtsanwälte werden bundesweit tätig. In Berlin (Friedrichstraße) ist eine Zweigstelle der Anwaltskanzlei vorhanden.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltsvereins. Darüber hinaus lehrt er im Fachbereich Finanzdienstleistungen als Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart (DHBW)

Die vom Emissionshaus König & Cie. bisher aufgelegten Schiffsfonds, auch diesbezüglich kann eine Rückabwicklung angegangen werden:

König & Cie. ist von Tobias König im Jahre 1999 in Hamburg gegründet worden. Bei Gründung des Emissionshauses wurden primär Schiffsfonds aufgelegt. In den folgenden Jahren wurde das Tätigkeitsfeld auch auf andere geschlossene Beteiligungen ausgeweitet. Seit Beginn der Schifffahrtskrise leidet auch der Emittent trotz durchgeführter Umstrukturierungen. Im Mai 2013 wurden dann 80% der Firmenanteile an zwei US-amerikanische Investoren verkauft. Zu den von König & Cie. platzierten Fonds gehören unter anderem:

  • König & Cie. Produktentanker-Fonds I
  • König & Cie. Produktentanker-Fonds II
  • König & Cie. Produktentanker-Fonds III
  • König & Cie. Produktentanker-Fonds IV
  • Scorship Navigation
  • König & Cie. Suezmax-Tanker Flottenfonds I
  • König & Cie. Suezmax-Tanker Flottenfonds II
  • König & Cie. Suezmax-Tanker-Fonds III
  • König & Cie. Twinfonds I
  • König & Cie. Aframax-Tanker Flottenfonds
  • König & Cie. Schifffahrts Investment 1
  • König & Cie. MT „Cape Bellavista“
  • König & Cie. MS „Agaman“
  • König & Cie. MT „Cape Bird“
  • König & Cie. MS „Cape Darby“
  • König & Cie. MS „Cape Don“
  • König & Cie. MS „Cape Denison“
  • König & Cie. MS „Cape Bon“
  • König & Cie. MT „Cape Bille“
  • König & Cie. MS „Cape Negro“
  • König & Cie. MS „Cape Norviega“
  • König & Cie. MT „Cape Egmont“
  • König & Cie. MT „Cape Bruny“
  • König & Cie. MT „Cape Baxley“
  • König & Cie. MT „Cape Esmeralda“
  • König & Cie. MS „Cape Moreton“
  • König & Cie. MT „Cape Balboa“
  • König & Cie. MS „Cape Melville“
  • König & Cie. MT „Cape Brasilia“
  • König & Cie. MT „Cape Beale“
  • König & Cie. MS „Cape Ray“
  • König & Cie. MS „Stadt Dresden“
  • König & Cie. MS „Stadt Schwerin“
  • König & Cie. MS „Stadt Wismar“
  • König & Cie. MS „Stadt Köln“
  • König & Cie. MS „Stadt Aachen“

Über beide Schiffe des Produktentanker-Fonds V wurde im November 2012 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Der Untergang der MS „King Robert“ war mit der Insolvenzanmeldung ihres Charterers, der japanischen Großreederei Sanko Steamship 2012, besiegelt. Im Februar 2013 musste die MS „King Robert“ dann selbst Insolvenzantrag stellen. Auch die MS „Stadt Lübeck“ und die MT „King Edwin“ zählen zu den Schiffsfonds, die in den letzten Jahren Insolvenz anmelden mussten. 


Rechtstipp vom 10.04.2014

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