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Rechtsschutzversicherungen – brauche ich eine?

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Rechtsschutzversicherungen gibt es viele

Derartige Risikoversicherungen sind nahezu für jede Lebenslage erhältlich. Jeder muss selbst entscheiden, ob er eine Berufsunfähigkeitsversicherung braucht, ob er eine Mietrechtsschutzversicherung oder eine andere Versicherung abschließen möchte.

Als Fachanwalt für Arbeitsrecht kann ich den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung „Beruf“ hingegen dringend empfehlen. Betrachte ich in meiner Stadt München die Fluktuationszahlen und damit die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der einzelnen Mitarbeiter, früher und heute, so stelle ich fest, dass Jobwechsel wesentlich häufiger vollzogen werden also noch vor 15 oder 20 Jahren. Diese Wechsel hängen nicht immer nur mit einer Eigenkündigung des Arbeitnehmers zusammen.

Werde ich also als Arbeitnehmer mit einer Kündigung meines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber konfrontiert, so bin ich regelmäßig gut beraten, die Kündigung durch die örtlich zuständigen Arbeitsgerichte überprüfen zu lassen.

Alleine die gesetzlichen Gebühren für die Beauftragung eines Rechtsanwaltes zur Durchführung eines Kündigungsrechtsstreits sind enorm. Auch bei mittlerem Verdienst können hier recht schnell kleinere und mittlere Tausenderbeträge als Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz entstehen.

Beachtet man weiterhin, dass in der ersten Instanz vor den Arbeitsgerichten jede Partei ihre Anwaltskosten selbst zu tragen hat, egal ob sie gewinnt oder verliert, so lassen die hier – nur überblicksweise – genannten Gründe sehr schnell den vernünftigen Arbeitnehmer zum Abschluss einer Rechtsschutzversicherung für seinen Beruf bewegen.

Die Kosten hierfür sind pro Jahr übersichtlich, in der Regel betragen die Jahresprämien 150 - 250 €. Der in einem Haushalt zusammenlebende Partner ist mitversichert.

Aber beachten Sie, bevor eine Rechtsschutzversicherung Wirkung zeigt, vergeht eine sogenannte Wartezeit

Regelmäßig beträgt diese 3 Monate, in ganz wenigen Ausnahmen bieten Versicherer eine Wartezeit von 1 Monat an. Eine Versicherung abzuschließen, nachdem man die Kündigung erhalten hat, ist also zwecklos.

Erkundigen Sie sich und treffen Sie auch hier die richtige Entscheidung für Ihr Berufsleben. 


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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