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Schadenersatz wegen Altersdiskriminierung bei einer Bewerbung

aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

Wird eine Bewerbung um einen Arbeitsplatz mit der Begründung abgelehnt, der Bewerber sei zu alt, so steht dem Bewerber ein Schadenersatzanspruch zu. Das hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht mit Urteil vom 10.01.2012 (Az. 5 LB 9/10) entschieden.

Die 1953 geborene Klägerin hatte sich 2006 bei der beklagten Gemeinde erfolglos um die Stelle des Ersten Gemeinderates beworben. Insgesamt bewarben sich 18 Personen. Das Gericht war nach Anhörung der Klägerin und des Bürgermeisters der beklagten Gemeinde sowie nach Vernehmung eines ehemaligen Ratsherrn der Gemeinde und eines ehemaligen Landrates zu der Überzeugung gelangt, dass die Klägerin allein aufgrund ihres Alters aus dem Auswahlverfahren ausgeschlossen worden war. Diese Verfahrensweise verstoße gegen die Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Der Klägerin steht deshalb gegen die beklagte Gemeinde ein Anspruch auf Zahlung einer angemessenen Entschädigung zu.

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            Locke Borchardt RECHTSANWÄLTE Locke Borchardt RECHTSANWÄLTE

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