Schadensersatz des Unfallverursachers

  • 1 Minuten Lesezeit
Bei Verkehrsunfällen im fließenden Verkehr ist es ein weitverbreiteter Irrglaube, dass die Haftung für entstandene Schäden einseitig beim Unfallverursacher liegt. Tatsächlich gibt es oft eine Mithaftung der nicht direkt verursachenden Partei, die von der Rechtsprechung in der Regel mit 20% bis 25% angesetzt wird. Selbst der Unfallverursacher hat unter Umständen Anspruch auf Schadensersatz von der Gegenseite, was die eigenen finanziellen Einbußen und die Kosten für eine mögliche Höherstufung der Kfz-Versicherung reduzieren kann. Daher ist es ratsam, sich nach einem Unfall unbedingt rechtlich beraten zu lassen, zumal die Beratungskosten oft durch eine bestehende Rechtsschutzversicherung gedeckt sind. Die Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche kann signifikant zur Minderung des eigenen finanziellen Schadens beitragen.

Verkehsunfälle im fließenden Verkehr!

Im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen, bei denen die beteilgten Fahrzeuge in Bewegung waren, besteht häufig die Meinung, dass die Haftung für entstandene Schäden alleine auf einer Seite, bei dem Unfallverursacher liegt. Dabei wird übersehen, dass in einer Vielzahl der Fälle auch eine Mithaftung derjenigen Person besteht, die den Unfall nicht verursacht hat. Es ist in den überwiegenden Fällen so, dass die Rechtsprechung auch der quasi unverschuldet beteiligten Person eine Haftung von 20% bis 25% aufbürdet. Nur, wenn man nachweisen kann, dass der Unfall absolut unabwendar für einen selbst war (was selten möglich ist), scheidet die Mithaftung aus. Dies bedeutet wiederum, dass auch der Unfallverursacher häufig einen entsprechenden Anteil seines eigenen Schadens von der gegnerischen Versicherung ersetzt verlangen kann. Bei einem Eigenschaden von 5000 Euro am Pkw wären dies somit zwischen 1000 Euro bis 1250 Euro. Bei einem Schaden von 10.000 Euro würde bereits ein Anspruch des Unfallverursachers in Höhe von 2000 Euro bis 2.500 Euro bestehen. Damit könnte man den eigenen finanziellen Schaden beträchtlich reduzieren und/und auch die Kosten für die Höherstufung der eigenen Krafthaftpflichtversicherung reduzieren bzw. verringern. Nur wer diesen Schaden geltend macht, kann diesen auch erhalten! Es macht daher aus Sicht jeder unfallbeteiligten Person Sinn, sich bei einem Verkehrsunfall von einem Fachmann ausführlich beraten zu lassen. Wenn man dabei auch noch berücksichtigt, dass beim Bestsehen eines einschlägigen Rechtsschutzversicherungsvertrages, in einer Vielzahl von Fällen die Kosten für eine Beratung auch bei einem selbst verursachten Verkehrsunfall übernommen werden, wäre es nicht klug, auf eine Prüfung der eigenen Schadensersatzansprüche zu verzichten.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet

Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Beiträge zum Thema