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Schadensersatz nach Unfall: Welche Versicherung zahlt?

Schadensersatz nach Unfall

Nach einem Unfall – aber auch Verkehrsunfall – stellt sich gleich die Frage, wer für die Schäden und Schadensersatzansprüche verantwortlich ist. Insgesamt gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Sie in einen Unfall verwickelt sein können. Dies kann z. B. sein, als Kfz-Führer, Fußgänger, Radfahrer usw. Die Frage, wer für den Schadensersatz aufkommen muss, ist nicht einfach zu beantworten. Es kommt nämlich im Einzelfall darauf an, wer genau den Schaden verursacht hat und welche Personen beteiligt gewesen sind. Grundsätzlich kommen die Privathaftpflichtversicherung, die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Kaskoversicherung oder aber Ihr Haftpflichtversicherer in Betracht. 

Schadensersatz durch die Privathaftpflichtversicherung

Die Privathaftpflichtversicherung des Unfallgegners kommt immer dann in Betracht, wenn dieser den Unfall zu verantworten hat. Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung deckt die Privathaftpflichtversicherung z. B. Schäden durch Fußgänger oder Fahrradfahrer ab. Werden Sie also unverschuldet durch einen Fußgänger oder Fahrradfahrer geschädigt, dann sind die Schadensersatzansprüche an dessen Privathaftpflichtversicherung zu stellen.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Personen nicht über eine Privathaftpflichtversicherung verfügen. Im Fall eines Schadens wird so vorgegangen, dass der Schadensersatzanspruch zunächst unverbindlich gegenüber dem Schädiger geltend gemacht wird. Dieser wird gleichfalls aufgefordert, eine Privathaftpflichtversicherung mitzuteilen, damit die Schadensersatzansprüche bei dieser geltend gemacht werden können.

Für den Fall, dass diese Mitteilung nicht erfolgt, sind die Schadensersatzansprüche nach dem Unfall direkt gegenüber der Person geltend zu machen.

Schadensersatz gegen Kfz-Haftpflichtversicherung

Wenn die andere Person ein Kfz bei dem Verkehrsunfall geführt hat, dann sind die Ansprüche, Ihre Schadensersatzansprüche, bei der Kfz-Haftpflichtversicherung geltend zu machen. Die Ermittlung der Kfz-Haftpflichtversicherung erfolgt in der Regel über den Zentralruf der Autoversicherer. Der Zentralruf der Autoversicherer teilt insoweit die haftende Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners mit. Der gegenüber werden sodann die Schadensersatzansprüche aus dem Verkehrsunfall beziffert. An dieser Stelle soll nicht erläutert werden, welche Schadensersatzansprüche Ihnen grundsätzlich zustehen. Dies ist bereits an anderer Stelle gesondert geschehen.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass Sie keinen direkten Anspruch auf Schadensersatz gegen den Versicherer haben. Vielmehr kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung, aus Gründen der Vereinfachung, für den Schaden auf.

Kaskoversicherung

Ihre Kaskoversicherung sollten Sie nur dann in Anspruch nehmen, wenn der Unfall nicht durch einen anderen verursacht worden ist. Dies gilt insbesondere deswegen, weil die Kaskoversicherung nicht in dem Umfang schadensersatzpflichtig ist, wie es z. B. eine gegnerische Haftpflichtversicherung ist. So erstattet Ihre Kaskoversicherung nämlich weder Schmerzensgeld noch Mietwagenkosten und Nutzungsausfall. Im Gegensatz zu den Ansprüchen gegenüber einer Kfz-Haftpflichtversicherung werden auch keine Anwaltskosten als Schadensersatzanspruch erstattet.

Eigener Haftpflichtversicherer/Privathaftpflichtversicherer

Ihre Haftpflichtversicherung, Privathaftpflichtversicherung und Kfz-Haftpflichtversicherung kommt dann für Schadensersatzansprüche auf, wenn Sie ein Verschulden an einem Unfall trifft. Für Schäden, die Sie im Straßenverkehr als Führer eines Kfz verursacht haben, kommt Ihr Kfz-Haftpflichtversicherer auf. Für andere Schäden ist ansonsten die Haftpflichtversicherung/Privathaftpflichtversicherung ersatzpflichtig. Man kann sich insoweit merken, dass Ihre Haftpflichtversicherung für fremde Schäden einstandspflichtig ist.

Insgesamt gibt es also eine Vielzahl von Versicherungen, die für Schadensersatzansprüche im Rahmen eines Verkehrsunfalls oder aber auch Unfalls eintrittspflichtig sind. Es empfiehlt sich daher, sich rechtlich beraten zu lassen. Im Fall eines unverschuldeten Verkehrsunfalls können Ihre Schadensersatzansprüche kostenlos bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden, weil die Anwaltskosten gleichfalls Teil des Schadensersatzanspruchs sind.

Sollten Sie Zweifel darüber haben, welche Versicherung nunmehr einstandspflichtig ist oder aber welchen Versicherer Sie hinsichtlich entstandener – oder aber auch selbst verursachter – Schäden zu benachrichtigen haben, so nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.

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            Rechtsanwalt Burghard Meyer (Bürogemeinschaft Meyer & Riebensahm) Rechtsanwalt Burghard Meyer

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