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Schadensersatz wegen Verlusten bei fehlerhafter Anlageberatung gegen Banken und Sparkassen

Rechtstipp vom 18.03.2016
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Rechtstipp vom 18.03.2016
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Bei Verlusten durch eine Kapitalanlage (Aktienfonds, Immobilienfonds, Schiffsfonds etc.) sollten Anleger mögliche Ansprüche gegen die beratenden Banken und Sparkassen von einem im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt prüfen lassen. Häufig geht mit verlustreichen Anlagen eine Falschberatung durch die Bankberater einher.

In einer Vielzahl von Fällen gehen verlustreichen Anlagen fehlerhafte Beratungen voraus

Bei der Anlageberatung haben die Banken und Sparkassen, insbesondere den Wissenstand des Kunden über Anlagegeschäfte der vorgesehen Art und dessen Risikobereitschaft und Anlageziele zugrunde zu legen (BGHZ 123,126 (128f)).

Im Beratungstermin soll der Anlageberater zunächst den Kenntnisstand des Kunden im Bereich der Kapitalanlagen und die Anlageziele des Anlegers bzw. Verbrauchers ermitteln und diese im Beratungsprotokoll festhalten. Aufgrund des obigen Ergebnisses soll der Anlageberater dem Anleger mögliche Anlagen vorschlagen, welche zu dem Anlegerprofil des Kunden passen.

Häufig lassen sich Anlageberater von ihrem eigenen Provisionsinteresse leiten

Die Banken und Sparkassen zahlen den Vermittlern Provisionen, diese sind vom Anlagebetrag und der jeweiligen Anlage abhängig. In einer Vielzahl von Fällen lassen sich gerade Anlageberater und -vermittler von den zu erzielenden Provisionen leiten und vernachlässigen so die Interessen der Kapitalanleger.

Die empfohlenen Produkte entsprechen oft nicht den Motiven des Anlegers bei der Kapitalanlage. Es kommt häufig zu einer falschen Einschätzung des Risikos der Anlagen und der Erfahrung des Anlegers mit den jeweiligen Kapitalanlagen. In einigen Fällen rät der Berater auch nicht zu einer ausreichenden Diversifizierung, d.h. es werden hohe Beträge in nur eine Anlage investiert. Hierdurch erzielt der Berater eine Hohe Provision zu Lasten eines erhöhten Risikos des Anlegers.

Hohe Vermittlungsprovision und Totalverlustrisiko

Im schlechtesten Fall erhält der Anleger eine verhältnismäßig geringe Verzinsung des Anlagekapitals. Mit den geringen Erträgen muss zunächst eine hohe Vermittlungsprovision, welche vom Anlagebetrag einbehalten wird, über mehrere Jahre erwirtschaftet werden, um mit der Anlage auf „Null zukommen“ und Gewinne zu erzielen.

Des Weiteren trägt der Anleger je nach Art der Kapitalanlage ein Totalverlustrisiko des eingesetzten Kapitals.

Rückabwicklung und Ersatz des Zinsverlusts bei fehlerhafter Anlageberatung

Sollte der Anlageberater oder -vermittler eine Pflicht aus dem Anlageberatungsvertrag verletzt haben, besteht ein Anspruch des Anlegers auf Rückabwicklung der Kapitalanlage.

Der Anleger kann im Rahmen der Rückabwicklung das komplette eingesetzte Kapital gegen Rückübertragung der „wertlosen“ Anlage zurückerhalten. Darüber hinaus kann der Anleger einen entstandenen Zinsverlust für den Zeitraum, in dem das Anlagekapital in der unrentablen Anlage investiert war, ersetzt verlangen.

Wir, Decker & Böse Rechtsanwälte, empfehlen, Ihre Kapitalanlagen, insbesondere Fondsanlagen durch einen im Verbraucherrecht, insbesondere im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. So können entstandene Verluste aus einer Kapitalanlage, welche auf eine fehlerhafte Anlageberatung zurückzuführen sind, effektiv vermindert werden.

Verjährung der Ansprüche aus Anlageberatung

Die Ansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung verjähren nach § 199 Abs.3 Nr. 1 BGB spätestens zehn Jahre von ihrer Entstehung an. Demnach verjähren Ansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung spätestens zehn Jahre nach Abschluss der Kapitalanlage.

Die jeweilige Verjährungsfrist ist im konkreten Einzelfall zu bestimmen, so dass wir, als Decker & Böse Rechtsanwälte, eine Prüfung durch einen im Verbraucherrecht, insbesondere im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt, empfehlen. Ein spezialisierter Anwalt kann verjährungshemmende Maßnahmen ergreifen und eine Verjährung ihres Anspruchs effektiv verhindern.

Ihr

Rechtsanwalt Markus Decker bei
Decker & Böse Rechtsanwälte – Ihre Kanzlei für Bank- Kapitalmarkt und Verbraucherrecht


aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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