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Schadensersatzklage wegen „Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds" - Rechtslage?

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Schadensersatzklage gegen MPC Capital Investments GmbH

Eser Rechtsanwälte haben für verschiedene Anleger noch letztes Jahr diverse Schadensersatzklagen wegen Falschberatung betreffend der Vermittlung des Schiffsfonds „Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG“ eingereicht.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser weist darauf hin, dass auch noch im Jahr 2016 Schadensersatzansprüche gegenüber Beratern, Gründungsgesellschaftern und Treuhänder eingereicht werden können. Insoweit wird auf die anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gegen Gründungsgesellschafter explizit aufmerksam gemacht.

Insofern wurde auch die MPC Capital Investments GmbH gesamtschuldnerisch auf Schadensersatz in Anspruch genommen. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich nämlich um die Rechtsnachfolgerin der MPC Münchmeyer Petersen Capital Vermittlung GmbH. Diese Gesellschaft ist Gründungsgesellschafterin der streitgegenständlichen Beteiligungsgesellschaft „Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG“.

Entsprechend der Darstellung auf Seite 62 des Emissionsprospekts wird die Funktion der MPC Münchmeyer Petersen Capital Vermittlung GmbH wie folgt beschrieben: „Gründungsgesellschafterin der Beteiligungsgesellschaft und der 14 Ein-Schiffsgesellschaften, Gesellschafterin der Komplementärin, Anbieterin der Vermögensanlage, Prospektiererin des Beteiligungsangebotes, Kapitalbeschafferin. Die MPC Münchmeyer Petersen Capital Vermittlung GmbH ist mit der Kapitalbeschaffung beauftragt. Sie darf sich dazu Dritter bedienen.“

Es entspricht insoweit der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass Gründungsgesellschafter einer Fondsgesellschaft die Pflicht haben, einem Beitrittsinteressenten für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt zu vermitteln und ihn über alle Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können – insbesondere über die mit der angebotenen speziellen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken –, zutreffend, verständlich und vollständig aufzuklären (BGH, Urt. v. 14.05.2012, Az. II ZR 69/12 sowie Urteil vom 14.07.2003, Az. II ZR 202/02).

Das bedeutet für geschädigte Anleger, dass auch ein Gründungsgesellschafter für die fehlerhafte Aufklärung durch einen Vermittler bzw. Berater haftbar gemacht werden kann und die Chancen je nach Einzelfall als gut zu bewerten sind.

Mit dieser Rechtsprechung besteht vor allem für diejenigen Anleger noch eine Möglichkeit auf Schadenersatz, wo die dortigen Vermittler und Berater als Anspruchsgegner, zum Beispiel wegen Insolvenz, ausfallen.

Insoweit entspricht es geltender Rechtslage, dass der Gründungsgesellschafter, der sich zu den vertraglichen Verhandlungen über einen Beitritt eines Vertriebs bedient und diesem oder von diesem eingeschalteten Untervermittlern die geschuldete Aufklärung der Beitrittsinteressenten überlässt, über § 278 BGB für deren unrichtige oder unzureichende Angaben haftet.

Rechtsanwalt Eser empfiehlt interessierten Anlegern, sich so schnell wie möglich von einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt informieren und beraten zu lassen.

Für eine erste kostenfreie Bewertung kann insoweit auch der Kontakt mit Eser Rechtsanwälte aufgenommen werden. Es empfiehlt sich insoweit, die verschiedenen Kontaktmöglichkeiten auf unserer Homepage zu benutzen.

Rechtsanwalt Eser ist seit über 13 Jahren als spezialisierter Anwalt im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrecht bundesweit tätig. Daneben ist er auch als Lehrbeauftragter bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart tätig.


Rechtstipp vom 12.01.2016
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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