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Schlittenfahrt auf eigene Gefahr

Schlittenfahrt auf eigene Gefahr
Rodeln macht Spaß! Um das Unfallrisiko zu minimieren, sollte man zunächst einmal die Strecke auf eventuelle Unwegsamkeiten hin überprüfen.

Bei all dem Schneechaos kann man dem Winter auch gute Seiten abgewinnen. Eine Rodelfahrt bringt viel Spaß. Bevor man sich jedoch den Hang hinunterstürzt, sollte man kurz die Strecke kontrollieren. Denn Unwegsamkeiten im Gelände können zu Unfällen führen. Das zeigt ein Fall des Oberlandesgerichts Hamm. Es ging um einen Rodelunfall in einem Stadtpark: Ohne vorher den Verlauf der Rodelbahn zu kennen, stürzte sich ein Schlittenfahrer den Berg hinunter. Dabei übersah er einen Mauerabsatz und krachte auf einen tiefer gelegenen Weg.

Wegen seiner Verletzungen verklagte er die Stadt auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Er war der Ansicht, dass sie an der Stelle Warnschilder hätte aufstellen müssen, damit Rodler vor der Mauer gewarnt sind. Nachdem seine Klage am Landgericht keinen Erfolg hatte, wies das Oberlandesgericht Hamm die Berufung des Schlittenfahrers ebenfalls ab. Schließlich sei ein Stadtpark als Park und nicht als Rodelbahn konzipiert, so der 9. Zivilsenat. Außerdem hätte der Schlittenfahrer vorher die Strecke kontrollieren, bei der Abfahrt auf Sicht fahren und sich durch eine vorausschauende Fahrweise auf Bodenunebenheiten einstellen können.

(OLG Hamm, Urteil v. 03.09.2010, Az.: I-9 U 81/10)

(WEL)

Foto : ©iStockphoto.com/PIKSEL


Rechtstipp vom 22.12.2010
aus der Themenwelt Arzt und Patient und dem Rechtsgebiet Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht

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