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Serienfans aufgepasst: Abmahnung Waldorf Frommer für Warner Bros. wg u.a. „Big Bang Theory“

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Serien, Sitcoms oder Dramedies sind sehr beliebt, und erfreuen sich daher bei auch vielen Internetnutzern größer Beliebtheit.

Dies hat leider auch zur Folge, dass die Warner Bros. durch ihre Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer Internetuser wegen „unerlaubtem Anbieten geschützter Filmwerke in Tauschbörsen“ abmahnt, über deren Internetanschluss z.B. die Serie:

  • Big Bang Theory

im Wege des Filesharing in Internettauschbörsen öffentlich zugänglich gemacht worden sein sollen.

Auch weitere Serien wie New Girl, Modern Family, Homeland und Super Girl stehen im Focus der Abmahner.

Es wird behauptet, dass die in der Abmahnung ersichtlichen Daten einer unlizenzierten öffentlichen Zugänglichmachung des Filmwerkes festgestellt und zu Beweiszwecken von einer entsprechenden Ermittlungsfirma dokumentiert worden.

Für die Rechtsverletzung sei der Anschlussinhaber daher verantwortlich. Durch diese (nach außen hin) detaillierten Angaben und die Nennung von vielen (angeblich einschlägigen) Urteilen wird versucht, den Abgemahnten einzuschüchtern und eine Drohkulisse auszubauen.

Von dem Anschlussinhaber wird unter Setzung einer kurzen Frist die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung eines je nach Folgenanzahl bezifferter Pauschalbetrag gefordert.

Wie gewohnt wird in der Abmahnung massiv mit rechtlichen Konsequenzen für den Fall der Nichtreaktion gedroht. Es werden hohe fünfstellige Streitwerte genannt, um den Abgemahnten einzuschüchtern und zu übereilten Handlungen zu bewegen. Die genannten Streitwerte sind deutlich übersetzt:

Es ist nun wichtig, den Umgang dieser Abmahnung den konkreten Umständen des Einzelfalles anzupassen.

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden, insbesondere auch dann, wenn nicht nur eine Person den gegenständlichen Internetanschluss nutzt (Untermieter, Kinder, Besucher, Verwandte usw.).

Beachten Sie auch dass die Rechtsprechung nicht so einseitig ist, wie der Abmahner behauptet:

Beispielsweise hat das Amtsgericht Leipzig eine Filesharing-Klage mit Urteil vom 06.04. 2016 (Az. 113 C 3374/15) abgewiesen.

Das Gericht begründete das damit, dass eine Heranziehung des Anschlussinhabers als Täter ausscheidet, da dieser in ausreichender Weise dargelegt hat, dass er zum „Tatzeitpunkt“ nicht zu Hause gewesen ist.

So könnten auch Dritte die Möglichkeit gehabt haben dessen Anschluss zu nutzen um die Rechtsverletzung zu begehen. Der Anschlussinhaber wurde daher seiner sekundären Darlegungslast in genügender Weise gerecht.

Diesbezüglich verweist das Amtsgericht Leipzig auf das sogenannte Tauschbörse-III-Urteil des Bundesgerichtshofes vom 11.06.2015 (Az. I ZR 75/14). Insofern obliegt hier die Beweislast dem Rechteinhaber.

Lassen Sie daher die geltend gemachten Ansprüche prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos.

Wir besprechen hier die genauen Umstände ihres konkreten Einzelfalls, und bauen dementsprechend eine für Sie passende Verteidigungsstrategie auf.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage www.abmahnungsberater.de.

Ihr Rechtsanwalt Tawil


Rechtstipp vom 22.04.2016
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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