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SHB Altersvorsorge Fonds: Fidelitas Vermögensverwaltung Treuhand GmbH muss Anleger € 194.000,- ersetzen.

Rechtstipp vom 03.11.2014
(7)
Rechtstipp vom 03.11.2014
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Hamburg/ München/ Kulmbach, 31.10.2014. Das I. Münchener Landgericht hat jetzt die Treuhänderin des SHB Altersvorsorgefonds verurteilt. Wegen Prospektfehlern; es muss den geschädigten Kapitalanlegern Schadensersatz leisten; das Gericht setzte den Streitwert auf einen Betrag in Höhe von insgesamt € 194.250,00 fest. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Die Eheleute wollten ihr Geld sicher anlegen und hatten auf Empfehlung des zweifelhaften Anlageberaters zwei Beteiligungen an der SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Altersvorsorge KG im Nennwert in Höhe von € 160.000,00 und in Höhe von € 25.000,00 gezeichnet. Der Fonds ist in Nöten; Betroffene drohen alles zu verlieren und im Zweifel über Ratensparverträge bis zum sprichwörtlichen Sankt-Nimmerleins-Tag auf eine wertlose Beteiligung zu zahlen.

Das wollten sich die Eheleute nicht gefallen lassen. Sie wandten sich auf die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Gröpper Köpke Rechtsanwältin Maren Beckmann. Die Hamburger Anlegeranwältin stellte fest, dass der Vermittler trotz einer hohen Verurteilungswahrscheinlichkeit möglicherweise nicht in der Lage ist, den Schaden zu stemmen. „Deshalb riet ich unseren Mandanten zur Inanspruchnahme der Treuhänderin des Fonds. Ich hatte mich monatelang mit dem zweifelhaften Verkaufskonzept des Fonds beschäftigt und war überzeugt, dass die Treuhänderin das erkennen und die Anleger warnen musste“, sagt die ebenso tüchtige wie erfahrene Rechtsanwältin Beckmann, die schon seit über 20 Jahren Mandanten vertritt.

Und begründete die Schadensersatzansprüche der Eheleute mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. „Danach“, ergänzt Gröpper Köpke Rechtsanwalt Matthias Gröpper, „steht die Treuhänderin für die Richtigkeit und die Schlüssigkeit des Verkaufskonzepts ein und muss die Interessen der Kapitalanleger konsequent vertreten. Das hat sie, finden wir, nicht getan.“

Das Landgericht folgte der Argumentation: „Die Treuhänderin muss die Anleger vor offensichtlichen Widersprüchen des Anlagekonzepts ungefragt warnen und stellte fest, dass der Verkaufsprospekt des Altersvorsorgefonds einen so schwerwiegenden Mangel aufweist, dass die Treuhänderin darauf hinweisen musste“, so der Vorsitzende Richter des Landgerichts München I.

Und das Gericht führte weiter aus: „Er [der Verkaufsprospekt] ist insoweit widersprüchlich und damit fehlerhaft, als er den streitgegenständlichen Fonds als ‚Altersvorsorgefonds‘ bezeichnet, obwohl es sich um ein ‚langfristiges unternehmerisches Investment‘ handelt, dessen ‚Ergebnis in Abhängigkeit von variablen Faktoren‘ steht und bei dem es deshalb zu einem ‚teilweisen oder gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals‘ kommen kann und deshalb, [sinngemäß], im krassen Widerspruch zur mutmaßlichen Sicherheit eines Altersvorsorgeprodukts steht.“

„Jetzt muss die Treuhänderin“, sagt Frau Rechtsanwältin Beckmann, „die betroffenen Eheleute aus allen Schäden aus und im Zusammenhang mit dem Investment frei stellen. Und alles, was die gezahlt haben, zurückzahlen. Einschließlich der Anwalts- und Prozesskosten.“

„Das Landgericht hat die Sache ausgesprochen grundsätzlich entschieden; nach unserer Einschätzung“, so Frau Rechtsanwältin Beckmann, „könnten die meisten anderen Betroffenen auch Schadensersatzansprüche durchsetzen.“ „Aber die Betroffenen müssen berücksichtigen“, warnt Herr Rechtsanwalt Gröpper, „dass die titulierten Forderungen nach dem sprichwörtlichen Windhundprinzip verteilt werden: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Deshalb sichert“, meint der erfahrene Anlegeranwalt ausgenzwinkernd, „frühes Kommen die besten Plätze. Selbst wenn es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass zur Zweifelhaftigkeit der Kulmbacher Treuhänderin gibt. Aber das Risiko“, meint Gröpper, „kann man durch entschlossenes, zügiges Handeln drastisch verringern.“

Bitte beachten Sie auch unsere Aktionsseite für SHB-Anleger, über die wir Betroffene aus allen Fonds vertreten (www.sg-fuer-shb-anleger.de). Die Gröpper Köpke Rechtsanwälte vertreten über die Aktionsseite für geschädigte SHB Betroffene die mit Abstand meisten SHB-Anleger und haben die wichtigsten Erfolge für Betroffene erzielt. SHB-Anleger bekommen für eine einmalige Pauschale in Höhe von höchstens € 95,00 eine Einschätzung der Sach- und Rechtslage in Ihrem individuellen Fall (info@sg-fuer-ahb-anleger.de).


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