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Sie haben nichts zu verschenken - schon gar nicht Ihr Vertrauen!

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In Beratungen in steuerrechtlichen Dingen ist leider häufig festzustellen, dass Hilfesuchende in Unkenntnis der tatsächlichen Kosten für den Rat eines Experten sich ihr eigentliches Steuerproblem selbst geschaffen bzw. „sich ihren Strick selbst gedreht" haben. Nicht selten geschieht dies sogar im Zusammenwirken mit einem steuerlichen Berater oder dem so genannten „guten Freund".

Der Ausweg aus solchen steuerrechtlichen „Zwickmühlen" ist dann erfahrungsgemäß immer teuer, wobei die Beraterkosten bei den Kosten eine völlig untergeordnete Rolle spielen. Erstaunlich ist dabei, dass die Betroffenen in steuerlichen und rechtlichen Dingen allenfalls über Teilwissen verfügen, sich aber dennoch ohne weiteres zutrauen, ohne den fundierten Rat eines Experten steuerlich relevante, teilweise unumkehrbare Fakten durch abenteuerlichste Konstruktionen schaffen. Die Folgen werden von den Handelnden schlichtweg nicht gesehen. Hier kann von einem verantwortungsvollen wirtschaftlichen Handeln nicht mehr gesprochen werden. In dem Zusammenhang wird immer wieder Beratern Vertrauen geschenkt, die selbst aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit nur Teilaspekte zu berücksichtigen in der Lage sind. Solche Berater finden sich fast in allen Bereichen des Lebens. Erstaunlicherweise bieten diese Berater ihre steuerberatenden und rechtsberatenden Leistungen fast ausschließlich als Nebenleistung kostenlos an. Hier dürfen Sie sich getrost einmal an den Spruch: „Was nichts kostet, ist auch nichts!" erinnern.

Zudem verfügen solche Berater meist nicht wie der Experte über eine ausreichende Vermögensschadenhaftplichtversicherung, die auch Schäden bei einer Falschberatung in rechtlichen und steuerlichen Fragen umfasst. Wenn dann alles schief geht, kommt niemand für den Schaden auf. Der ganzheitliche Blick für das Große und Ganze, der auch die konkreten Unternehmenszahlen des Unternehmens sowie die private Zukunftsplanung des Unternehmers erfasst, ist Grundvoraussetzung für eine fachkompetente Beratung. Diese Kompetenz fehlt aber gerade vielen Beratern auf dem Markt. Es kann dann schon einmal vorkommen, dass die ursprünglich vermeintlich steuerlich günstig gestaltete Hereinnahme eines Einfamilienhauses in das Betriebsvermögen des Unternehmers bei der Betriebseinstellung nach 20 Jahren oder die Übertragung des Betriebes auf einen Nachfolger zur „Steuerkeule" wird. Da können dann leicht einmal 200.000,- bis 300.000,- € der persönlichen Einkommensteuer unterliegen und dazu noch die Umsatzsteuer auf den gleichen Betrag zum heute gültigen Umsatzsteuersatz anfallen. Was gestern noch günstig erschien ist in der Gegenwart tödlich. Auch kommt es immer wieder vor, dass von der Versicherungswirtschaft und von Banken als Steuersparmodell verkaufte Produkte z.B. einer betrieblichen Altersversorgung für Geschäftsführer oder einer Immobilienfinanzierung für Arbeitnehmer und Unternehmer einer Steuerprüfung in der Tiefe nicht standhalten. Aber Arbeitnehmern und Unternehmern wurden und werden von Banken noch immer vermeintliche Steuersparmodelle in Form von Immobilienfinanzierungen oder eines Schiffs-, Windpark- oder Medienfonds verkauft, obwohl die Betroffenen in den schlimmsten Beispielen schon bei Abschluss eines solchen Vertrages gar keine Steuer zu zahlen hatten. Wenn die gewählte „Anlageform" nicht von vornherein „Schrott" gewesen war, spüren viele Betroffene spätestens jetzt in der Krise, dass weder die steuerlichen Wirkungen noch die Renditeversprechen der Vermittler gehalten werden können.

Auch die Unternehmensnachfolge sowie die allgemeinen Nachfolgeregelungen (Erbrecht und Schenkungsrecht) sind steuerlich-rechtlich komplizierte Gebiete, in denen sich Menschen, bei denen es wirklich um etwas geht, nicht in jedem Falle auf sich selbst oder den kostenlosen Rat eines Dritten verlassen sollen. Denn die Inanspruchnahme des kompetenten Rats eines Fachanwalts für Steuerrecht mit seiner mehr als zehnjährigen Ausbildung und langjährigen praktischen Erfahrung stellen in der Praxis für den Ratsuchenden immer einen Mehrwert dar.


Rechtstipp vom 25.10.2013
aus dem Rechtsgebiet Steuerrecht

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