Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Skandal um HKW-Anleihebetrug: Kanzlei bringt Pfändungsarreste auf den Weg

(6)

10.03.2014: Im Rahmen der kürzlich durchgeführten Gläubigerversammlung hat sich der massive Verdacht auf Betrug und Unterschlagung der eingesammelten Anleihegelder durch den geschäftsführenden Gesellschafter Gerrit Brunsveld weiter erhärtet. Die HKW Personalkonzepte GmbH hatte über die Begebung der Unternehmensanleihe „Personalwertpapier“ (ISIN DE000A1K0QR1) insgesamt 10 Millionen € erlöst. Allerdings liegen Äußerungen von Seiten des Insolvenzverwalters Axel Bierbach sowie des weiteren Geschäftsführers Dieter Kick vor, die hier auf grobe Unregelmäßigkeiten schließen lassen. So haben zum einen die Kosten der Anleiheemission wohl deutlich über dem anvisierten und dokumentierten Betrag gelegen, weiterhin war es anfangs nicht möglich, den Bond vollumfänglich im Markt zu platzieren. Ein substanzieller Anteil der Zinspapiere ist hier zunächst augenscheinlich von Unternehmen gezeichnet worden, die Geschäftsführer und Gesellschafter Gerrit Brunsveld zuzuordnen sind.

Offensichtlich wurden auch in weiterer Hinsicht die Bücher der Gesellschaft frisiert: Brunsveld, der erst im Jahr 2011 seine Anteile an der HKW von einem der Gründungsgesellschafter, Herrn Wagner kaufte, finanzierte die 5,4 Millionen € ganz offensichtlich über die ihm augenscheinlich ebenfalls nahestehende niederländische RaboBank und sicherte dieses Darlehen mit Forderungen der HKW aus Lieferungen und Leistungen. Diese Sicherheiten wurden jedoch zusätzlich zur Aufnahme zweier weiterer Darlehen in Millionenhöhe vergeben, wobei hier jeweilig weder bei der HKW Personalkonzepte GmbH noch bei der HKW Holding GmbH bilanziert wurde. Weder wussten hier die Gläubiger über die Mehrfachvergabe Bescheid, noch – jedenfalls nach eigener Aussage – der weitere Geschäftsführer Dieter Kick, wie wir bereits im Artikel vom 03.03.2014 ausführlich berichteten.

Für geschädigte Anleger in die Anleihe der HKW besteht nun das größte Problem darin, dass ganz offensichtlich das über die Anleihe eingesammelte Kapital gänzlich in andere Unternehmen abgeflossen ist, jeweilig ohne die Hinterlegung von entsprechenden Sicherheiten. Der Insolvenzverwalter Axel W. Bierbach hat insoweit zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens Masseunzulänglichkeit festgestellt, sodass zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Befriedigungsaussichten für die Anleihegläubiger bestehen.

Aus unserer Sicht bestehen jedoch erhebliche Erfolgsaussichten im Hinblick auf Schadensersatzforderungen gegenüber insbesondere den haftenden und verantwortlichen Herren Brunsveld und Kick. Ganz offensichtlich liegen hier unerlaubte Handlungen vor, wegen derer bereits die Staatsanwaltschaft ermittelt, auch die sogenannte Prospekthaftung dürfte die Möglichkeit für Rückgriffe auch in das Privateigentum der Verantwortlichen ergeben. Die auf Wirtschafts-, Banken- & Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath vertritt bereits eine Vielzahl Geschädigter und wird nunmehr umgehend bereits fertiggestellte Klageentwürfe sowie Pfändungsarreste auf den Weg bringen. Gerne dürfen Sie sich zur nachhaltigen Durchsetzung auch Ihrer berechtigten Ansprüche an uns wenden, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 12.03.2014

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.