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Soforthilfe für BWF-Anleger

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Die BWF Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung steht unter Betrugsverdacht. Sie soll nach der Einschätzung der Staatsanwaltschaft 6500 Kunden in Höhe von bis zu € 48 Mio. geschädigt haben.

Die Stiftung warb auf ihrer Homepage unter www. bwf-gold.de für Investments in Edelmetalle. Sie behaupteten mit dem Motto „Clever investieren“, dass der Goldpreis aus zehn Gründen steigen wird.

Viele durch die Euro-Krise verunsicherte Kapitalanleger griffen zu. Sie hofften, ihr Vermögen beim Währungs-Crash über die Veranlagung in physische Gold zu schützen. Jetzt drohen sie alles zu verlieren.

Denn die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Verantwortlichen die Anleger betrogen und einen erheblichen Teil der Gelder veruntreut haben. Ergänzend dazu ermittelt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gegen die Geschäftspartnerin der Stiftung, die Kölner Bund deutscher Treuhandstiftungen e.V. wegen des Verdachts der Durchführung von Einlagengeschäfte, weil die den Kunden versprochen hatten, das Gold nach einer bestimmten Zeit zum ursprünglichen Einstandspreis wieder zurückzunehmen. Die Garantie dürfen aber nur Finanzdienstleiser abgeben, die eine entsprechen Erlaubnis haben. Die hatte der Bund nicht. „Das ist“, sagt der auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierte Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper, „der nächste Straftatverdacht.“ Denn die Durchführung erlaubnispflichter Bankgeschäfte ohne die Erlaubnis ist eine Straftat nach §§ 32, 54 KWG. Die beiden Unternehmen werden jetzt von dem Frankfurter Insolvenzrechtsanwalt Dr. Georg Bernssau im Auftrag der BaFin liquidiert.

„Das wird“, befürchtet Gröpper, „wahrscheinlich nicht der letzte große Schadensfall im Zusammenhang mit der Veranlagung in physische Edelmetalle sein. Wir vertreten in anderen Sachen bereits viele Geschädigter, die durch unseriöse Angebote viel Geld und Gold verloren haben. Und in einigen Fällen gehen wir davon aus, dass andere Gesellschaften, wie die BWF Stiftung, nie Edelmetalle gekauft haben. Aber das kommt erst raus, wenn die Goldpreise wieder steigen und sich die ersten Anleger die Edelmetalle aushändigen lassen wollen.“

Die betroffenen BWF-Anleger können nach der Einschätzung des Hamburger Anlegeranwalts Gröpper viel tun: „Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, können Anleger die Ansprüche gegen die Gesellschaft und die handelnden Personen, auch die Vermittler, geltend machen. Das schafft zusätzliche Möglichkeiten, um möglichst schnell möglichst Geld zurückzuholen. Außerdem haben die Anleger als Opfer einer mutmaßlichen Straftat die Chance, mit einem Titel im sogenannten Opfer-Rückgewinnungshilfeverfahren beschlagnahmte Vermögenswerte bei der Staatsanwaltschaft zu sichern“. Das haben die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte schon in vielen anderen Sachen gemacht und viel Geld für Geschädigte sichern können. „Unter bestimmten Voraussetzungen,“ ergänzt Rechtsanwalt Matthias Gröpper, „können die Forderungen sogar im einstweiligen Rechtsschutz innerhalb weniger Tage gesichert werden.“  


Rechtstipp vom 27.02.2015
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht

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