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"Sternchenhinweis" in Blickfangwerbung kann irreführend (wettbewerbswidrig) sein

Rechtstipp vom 09.04.2015
Rechtstipp vom 09.04.2015

Auch das Landgericht Freiburg (Urteil vom 23.02.2015, Az: 12 O 105/14) befasste sich mit sog. „Sternchenhinweisen“ in der Blickfangwerbung (im entschiedenen Fall in den Printmedien).

Das Landgericht stellte sinngemäß fest:

  • Zur Vermeidung einer Irreführung bei der Verwendung von Sternchenhinweisen muss auch die Auflösung des Sternchens klar und deutlich am Blickfang der angesprochenen Verkehrskreise teilhaben.
  • Für den Hinweis reicht es nicht aus, auf die Internetpräsenz des Unternehmens zu verweisen.

Achten Sie bei Sternchenhinweisen in Ihrer Werbung darauf, dass die Auflösung des Sternchens in der Werbung nicht untergeht, vom angesprochenen potentiellen Kundenkreis also quasi gesucht werden muss. Befindet sich die Auflösung des Sternchens in einer Fußnote, versteht es sich von selbst, dass diese von ihrer Schriftgröße her lesbar sein muss.

Die Auflösung Ihrer Sternchenhinweise, die bestimmte Bedingungen, etwa für die Inanspruchnahme von Rabatten, festlegen, muss eindeutig sein – insbesondere, wenn der Preisnachlass nicht für alle Produkte gelten soll. Die Auflösung eines Sternchenhinweises kann unter den konkreten Umständen unlauter (wettbewerbswidrig) sein, wenn der erläuternde Hinweis nicht am Blickfang des Kunden teilnimmt.

Wir beraten Sie in allen rechtlichen Belangen zu Ihrer Werbung. Setzen Sie sich für einen kostenlosen Erstkontakt gern per E-Mail oder telefonisch mit uns in Verbindung. 


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