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Straßenverkehr und Fußgänger

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Immer wieder zu beobachten: Fußgänger überqueren, insbesondere in Einmündungsbereichen von Straßen, die Fahrbahn, ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Es heißt dann gelegentlich, der geradeaus gehende Fußgänger habe Vorrang oder der – stärkere – Autofahrer habe auf den – schwächeren – Fußgänger Rücksicht zu nehmen. Das ist so nicht richtig und begründet keinen allgemeinen Vorrang des Fußgängers beim Überqueren der Fahrbahn. Denn § 25 Abs. 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt vor, daß die Fahrbahn „unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig“ auf dem kürzesten Weg zu überschreiten ist.

Außerhalb geschützter Stellen (z.B. gekennzeichnete Überwege) hat der Fahrzeugverkehr auf der Fahrbahn grundsätzlich Vorrang, die Fahrbahn ist dem Fahrzeugverkehr vorbehalten. Der Fußgänger muß beim Überqueren der Fahrbahn besondere Vorsicht walten lassen, er muß bei Annäherung eines Fahrzeugs warten und darf nicht versuchen, kurz vor einem sich nähernden Fahrzeug die Straße zu überqueren. Überquert der Fußgänger achtlos die Fahrbahn, kann dieses Verhalten als grob fahrlässig bewertet werden mit der Folge, daß der Fußgänger unter Umständen in voller Höhe haftet. Ausnahmen können gelten etwa bei Unfällen mit Kindern oder Alkoholisierten.

Tip: Fußgänger achten beim Überqueren einer Fahrbahn außerhalb geschützter Bereiche besonders sorgfältig auf den bevorrechtigten Fahrzeugverkehr; sie können damit eine eigene Haftung bei einem Verkehrsunfall vermeiden.


Rechtstipp vom 24.04.2015
aus der Themenwelt Auto und Verkehr und dem Rechtsgebiet Verkehrsrecht

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