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Streit um Bonuszinsen: BSQ nimmt Berufung zurück

Rechtstipp vom 12.03.2018
Rechtstipp vom 12.03.2018

Wie Rechtsanwältin Janina Meyer bereits hier berichtete, hat das Amtsgericht Nürnberg mit Teilurteil vom 14.09.2017 – Az.: 31 C 160/17 die BSQ Bauspar AG zur Zahlung sämtlicher Bonuszinsen verurteilt.

Die BSQ hatte hiergegen Berufung zum Landgericht Nürnberg-Fürth eingelegt.

Dieses Urteil war – wenn auch nicht rechtskräftig – wegweisend im Streit um die Bonuszinsen, nicht nur für den Tarif Q12, sondern auch für die übrigen Tarife der BSQ, etwa Q8 und Q4.

Urteil rechtskräftig!

Die BSQ hat nunmehr überraschend ihre Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts zurückgenommen.

Damit ist das Urteil des Amtsgerichts Nürnberg vom 14.09.2017 rechtskräftig.

Zuvor hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth – Az. 10 S 6258/17 – mit Verfügung vom 01.02.2018 einen Vergleich über 75% der Bonuszinsen und eine entsprechende Kostenregelung vorgeschlagen.

Dies mit dem Hinweis, dass in solchen Fällen „üblicherweise“ Vergleiche in einer Größenordnung von 75% geschlossen würden. Scheinbar sieht auch das Landgericht die Chancen eher auf Seiten der Bausparer als auf Seiten der BSQ.

Nachdem dieser Vergleich von der BSQ angenommen, jedoch durch den Kläger abgelehnt wurde, hat die BSQ – wohl in Befürchtung eines für sie negativen, für die Bausparer wegweisenden Urteils – die Berufung zurückgenommen.

Auch außergerichtlich neue Strategie?

In anderen Fällen von Rechtsanwältin Meyer, in denen außergerichtlich mit der BSQ Vergleichsverhandlungen geführt wurden, hat die BSQ zeitgleich mit der Rücknahme der Berufung um Fristverlängerung für eine Antwort gebeten.

Dies ist äußerst ungewöhnlich für die BSQ, die sowohl mit Antworten als auch mit Vergleichsangeboten ansonsten durchaus zeitnah reagiert.

Gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Schlichtungsstelle für Bausparkassen durchgehend gegen die BSQ entscheidet und dafür stimmt, den Bausparern die Bonuszinsen auszuzahlen, ist dies eine interessante Entwicklung. Es scheint, als würde die BSQ an allen Fronten an Boden verlieren.

Frau Rechtsanwältin Meyer vertritt auch Sie gerne gegenüber der BSQ und hilft Ihnen, die Ihnen zustehenden Bonuszinsen auf Grund der aktuellen Entwicklungen nun erst recht von der BSQ zurückzufordern.


Frau Rechtsanwältin Janina Meyer (Rechtsanwaltskanzlei KSR, Nürnberg) ist schwerpunktmäßig auf den Gebieten des Erbrechts und des Bank- und Kapitalmarktrechts tätig. Ihre auf diesen Rechtsgebieten erworbene Expertise befähigt sie, Mandanten im Erbrecht insbesondere im Zusammenhang mit Immobilien, Darlehensfinanzierungen oder Kapitalanlagen jeder Art umfassend, rechtsgebietsübergreifend und kompetent zu beraten.

Frau Rechtsanwältin Meyer berät und vertritt Mandanten in allen Fragen des Erbrechts sowohl bei der Erstellung von Verfügungen von Todes wegen (Erbvertrag / Testament) als auch, wenn der Erbfall eingetreten ist, insbesondere in Bezug auf Erbauseinandersetzungen, Durchsetzung von Vermächtnissen und Pflichtteilsansprüchen außergerichtlich und gerichtlich in ganz Deutschland. Im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts berät und vertritt Frau Rechtsanwältin Meyer Mandanten insbesondere in Zusammenhang mit dem Abschluss und der Beendigung von Darlehensverträgen und fehlgeschlagenen Kapitalanlagen, dort v.a. Schrottimmobilien. Daneben ist Frau Rechtsanwältin Meyer auch im Bereich des Anwaltshaftungsrechts tätig.

Die Kanzlei KSR berät als Fachanwaltskanzlei für den Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts ausschließlich geschädigte Anleger und Bankkunden aus ganz Deutschland und vertritt deren Interessen erfolgreich vor Gerichten deutschlandweit insbesondere gegenüber Anlageberatern, Banken und Sparkassen sowie Prospektverantwortlichen. Daneben zählen zu den Tätigkeitsschwertpunkten der KSR auch das Erbrecht, das Immobilienrecht, das Baurecht und der Bereich der Anwaltshaftung.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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