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Teldafax-Pleite: Prozess läuft erneut an

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26.01.2014: wie unter anderem die Wirtschaftswoche berichtet, hat der Prozess um den insolventen Billigstromanbieter Teldafax vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichtes Bonn erneut begonnen. Den drei hauptsächlich verantwortlichen Managern Michael Josten, Klaus Bath und Gernot Koch wird unter anderem Betrug, verschiedene Bankrotthandlungen sowie Insolvenzverschleppung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von über 5 Jahren. Betroffen von der Pleite waren etwa 700.000 gutgläubige Kunden, der gesamte entstandene Schaden wird auf über eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Seit der Anklageerhebung sind bereits rund zwei Jahre vergangen, ein erster Prozessauftakt vor etwa einem Jahr war spektakulär nach zwei Tagen gescheitert. Infrage stand damals die Zuständigkeit der extra eingerichteten Hilfsstrafkammer, diese war wegen Überlastung der regulären Gerichte eigens geschaffen worden. Das Geschäftsmodell von Teldafax beruhte im wesentlichen auf Billigangeboten für Strom und Gas im Rahmen jährlicher Vorauszahlungen. Wie das Handelsblatt frühzeitig aufdeckte, konnte sich das defizitäre Unternehmen nur durch den steten Zufluss frischer Kundengelder über Jahre hinweg am Leben halten, eine Vorgehensweise, die auch in einem aktuellen Artikel des Wirtschaftsblattes als typisches Schneeballsystem bezeichnet wird. Die Beklagten hatten sich jedenfalls bis zum Schluss nach übereinstimmenden Berichten seriöser Medien hohe Gehälter genehmigt und die ganz offensichtlich bereits langfristig bestehende Zahlungsunfähigkeit beispielhaft auch in ihrem E-Mail-Verkehr bereits zur Sprache gebracht.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath führt regelmäßig hunderte von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten und hat sich über die Jahre hinweg insbesondere hinsichtlich der effektiven Geltendmachung und Durchsetzung bestehender Ansprüche eine ausgezeichnete Expertise erworben. Wir erneuern unsere dringliche Empfehlung an alle bislang untätig gebliebenen geschädigten Kunden des Billigstrom- und Gasanbieters Teldafax, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Sicherung etwaig geleisteter Abschlagszahlungen zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. In Rede stehen dürften hier durchaus auch der Rückgriff über vorsorgliche Pfändungsarreste in das Eigentum der handelnden Manager sowie weiterer möglicherweise haftbar zu machender Verantwortlicher hinein. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 27.01.2015

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