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Teldafax-Skandal: Geschäftsführerin hat ausgepackt

Rechtstipp vom 19.02.2014
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Rechtstipp vom 19.02.2014
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18.02.2014: Heute beginnt der Prozess um die Pleite des Billigstromanbieters Teldafax, fast drei Jahre nach Beginn des Insolvenzverfahrens. Wie das Handelsblatt berichtet, ist der zuständigen Staatsanwaltschaft Bonn ein wichtiger Coup gelungen: Claudia N., die ehemalige Geschäftsführerin der Teldafax Marketing GmbH hat umfassend und "sehr kooperativ" ausgesagt und einen Strafbefehl akzeptiert. Hiermit ist N. rechtskräftig zu sechs Monaten auf Bewährung wegen der Beihilfe zur Insolvenzverschleppung verurteilt. Auf Nachfrage habe sich Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel zur Frage der sogenannten Kronzeugenregelung nicht geäußert, doch dürfte klar sein, dass die Aussagen der Managerin für die Hauptbeschuldigten und Vorstände des Unternehmens für den weiteren Verfahrensverlauf problematisch sein werden. Klaus Bath, Gernot Koch sowie Michael Josten werden durch die Staatsanwaltschaft Bonn Insolvenzverschleppung, gewerbsmäßiger Betrug und Bankrotthandlungen vorgeworfen, bei einer Verurteilung drohen ihnen jeweils mehr als fünf Jahre Haft.

Insgesamt wurden durch die spektakuläre Pleite des Billigstromanbieters rund 700.000 Stromkunden geschädigt, an der Zahl der Betroffenen gemessen handelt es sich um einen der größten deutschen Wirtschaftsskandale überhaupt. Die Höhe des Gesamtschadens wird auf mindestens 500 Millionen € beziffert, genaue Zahlen liegen hier jedoch nicht vor. Für die nunmehr verhandelte Klage hat die Staatsanwaltschaft 241 ausgewählte Fälle zusammengetragen, ein winziger Bruchteil der insgesamt Betrogenen. Erst Mitte 2011 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet, nach Dafürhalten der Staatsanwaltschaft Bonn mindestens zwei Jahre zu spät. Bereits 2009 sei Teldafax nicht mehr zahlungsfähig gewesen, trotzdem habe sich die Unternehmensspitze weiterhin hohe Gehälter genehmigt und immer mehr Neukunden über Dumpingpreise in sogenannte Vorkasse-Tarife gelockt.

Allen bisher untätig gebliebenen Geschädigten raten wir nochmals dringend zu umgehender Absicherung bestehender Ansprüche durch entsprechend erfahrene anwaltliche Vertretung. Auch in diesem Fall muss davon ausgegangen werden, dass die bestehenden Restvermögen der Verantwortlichen sowie die Insolvenzmasse des Unternehmens kaum ausreichend sein wird, um den gesamten entstandenen Schaden zu begleichen. Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath führt ständig hunderte von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten und hat sich insonderheit auf dem Gebiet der nachhaltigen Durchsetzung von sogenannten zivilrechtlichen Titeln ausgewiesene Expertise erarbeitet. Gerne dürfen Sie sich auch in diesem Fall an uns wenden, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei für eine unverbindliche kurze telefonische Sachstandserörterung ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


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