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Telefonbetrug mit Fritzbox-Router: Schockrechnungen für Kunden

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Verschiedene Medien berichten aktuell über eine Vielzahl von Fällen, in denen über das Eindringen in Router vom Typ FRITZ!Box offensichtlich in großem Stil versucht wird, massive Kosten zu produzieren und das dieserart eingesammelte Kapital auf ausländische Konten umzuleiten. Offensichtlich werden über gestohlene Daten und Passwörter nach dem Zugriff auf die Heimnetzwerke neue IP-Telefonadressen erstellt und über diese in schneller Folge meist nur wenige Sekunden dauernde Telefongespräche geführt. Im Wesentlichen sind hier wohl Telefonnummern auf den Falklandinseln im Spiel, zusätzlich geht es in der Regel um teure Servicenummern respektive Telefondienste dortselbst. So ist es möglich, dass innerhalb kürzester Zeit horrende Kosten für die betroffenen Anschlussinhaber anfallen, die Rede ist beispielhaft von rund 5000 € innerhalb 30 Minuten. Es muss davon ausgegangen werden, dass hier organisierte Banden am Werk sind, Datendiebstahl, Anschlusskaperung und Programmierung werden durch Provisionszahlungen mit prozentualem Anteil an den erbeuteten Summen entlohnt. Eine ähnliche Vorgehensweise wird seit längerem beobachtet insbesondere über Handydiebstähle im Ausland, hier werden die erbeuteten SIM-Karten teilweise geklont bzw. vervielfältigt und ebenfalls dazu verwendet, massive Kosten zu produzieren.

Wie können beziehungsweise sollten Betroffene reagieren? Selbstverständlich müssen umgehend Sicherungsmaßnahmen für die betreffenden Netzwerke gemäß den Richtlinien des Herstellers unternommen werden. Wir raten allerdings allen Geschädigten dringend, keinesfalls solcherart überhöhte und auf Betrug beruhende Telefonrechnungen an die jeweiligen Anbieter zu bezahlen, sondern Widerspruch einzulegen. Leider gibt es hier erfahrungsgemäß von Seiten der Provider häufig keinerlei Entgegenkommen, sondern vielmehr wird oft hartnäckig auf den Forderungen beharrt und sukzessive mit zwangsweisem Eintreiben gedroht. Mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Hilfe bestehen allerdings häufig sehr gute Erfolgsaussichten, auf rechtlichem Wege mit adäquater und fundierter Begründung eine Einstellung beziehungsweise Rücknahme der betreffenden Schockrechnungen zu erreichen. Ansatzpunkte können hier jeweils sein Kappungspflichten seitens der Telekommunikationsunternehmen bei offensichtlich widerrechtlichen Zugriffen auf die Teilnehmeranschlüsse, weiterhin dürften auch bei anzunehmendem großangelegten bandenmäßigen Betrug die entsprechenden Provider kaum dazu verpflichtet sein, derartig große Summen ins Ausland zu transferieren.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Urteilen zu ähnlich gelagerten Fällen, häufig wird hier zugunsten der Endverbraucher entschieden. Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath hat auf diesem Gebiet bereits eine große Anzahl von entsprechend geschädigten Mandanten erfolgreich vertreten.

Gerne dürfen Sie sich an uns wenden, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung der Sachlage ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 10.02.2014

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