Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Trennung - Was nun? Was tun?

(49)

Ende, Aus und Vorbei. Immer mehr Ehepaare oder Lebenspartner erleiden das gleiche Schicksal und trennen sich voneinander. Was sollen die Betroffenen bei einer Trennung beachten?

Auch wenn die Nerven blank liegen und die emotionale Lage angespannt ist, sollten Paare versuchen, für ihre Trennung eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Das ist, je nachdem, ob die Trennung einvernehmlich erfolgt oder nicht, gar nicht so einfach. Aber auch im Fall, dass der Trennungswunsch nur von einem ausgeht, sollten beide Ehegatten oder Lebenspartner den Versuch unternehmen, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen und die Trennungsfolgen besprechen.

Die Fragen, die bei einer Trennung anstehen, sind vielfältig, vielschichtig und ganz unterschiedlich. Wer darf in der Wohnung oder in der gemeinsamen Immobilie wohnen bleiben? Wie geht es finanziell weiter? Was geschieht mit gemeinsamen Schulden, was mit dem Hausrat, der während der gemeinsamen Zeit von den Eheleuten angeschafft worden ist, was mit dem Familien-Pkw? Wer muss wem Unterhalt leisten und bei wem bleiben die Kinder? Was bedeutet die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts bei Getrenntlebenden überhaupt und wem steht ein Umgangsrecht zu, wenn die Kinder im Haushalt eines Elternteiles bleiben? Was ist mit der Rente?

Notieren Sie sich alle Fragen, die sich Ihnen stellen, auf einem Blatt Papier. Besprechen Sie die Fragen gemeinsam. Notieren Sie auch Antworten, die Sie während des Gesprächs finden, auf dem Zettel. Gleiches gilt für Absichten und Pläne. Das Gedankenprotokoll wird helfen, eine Übersicht über die Dinge zu bekommen, die geregelt werden müssen. Paare können natürlich darüber hinaus auch, rechtlich nicht immer bindende, Vereinbarungen treffen. Auch das sollte niedergeschrieben werden. Gelingt es den Betroffenen trotz der emotionalen Anspannung, einen „kühlen Kopf" zu bewahren, lassen sich viele der anstehenden Fragen regeln.

Falls es nicht gelingt, in wichtigen Fragen eine Einigung zu erzielen, sollten die Eheleute oder Lebenspartner fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bei einem Streit um die Kinder kann ein Termin beim Jugendamt Klarheit verschaffen. Die in Trennung stehenden Paare sollten sich auch darüber informieren, was eine Trennung und spätere Scheidung in steuerrechtlicher Hinsicht für sie bedeutet.

Die Eheleute oder Lebenspartner sollten sich nicht scheuen, einen Familienanwalt/-anwältin schon im Trennungsstadium und nicht erst im Rahmen des Scheidungsverfahrens, aufzusuchen. Der Familienanwalt wird eine wirksame Trennungsvereinbarung entwerfen, aufsetzen und dafür Sorge tragen, dass die Vereinbarung für beide Eheleute rechtsverbindlich ist. Ein solcher Besuch ist auch dann angezeigt, wenn Unterhaltsansprüche durchgesetzt werden sollen.

Wichtig! Einige Vereinbarungen, die Eheleute zur Trennung und Scheidung treffen wollen, müssen von einem Notar beurkundet werden, damit sie wirksam werden.


Rechtstipp vom 04.02.2013
aus der Themenwelt Trennung und Scheidung und den Rechtsgebieten Familienrecht, Mediation, Unterhaltsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors