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Umtausch von Kosmetik

Rechtstipp vom 23.09.2010
Rechtstipp vom 23.09.2010
Umtausch von Kosmetik
Kosmetik aus Online-Shops: Umtausch muss möglich sein.

Heute werden immer häufiger Kosmetikartikel über das Internet gekauft. Daher ist es für Verbraucherinnen besonders wichtig, dass die Regelungen in den AGB verständlich sind. In einem aktuellen Fall hatte ein Online-Versender in seiner Widerrufserklärung folgende Klausel verwendet: „Kosmetik kann nur in unbenutztem Zustand zurückgenommen werden". Dagegen klagte ein Mitbewerber und bekam Recht.

Die Richter stellten fest, dass keine Differenzierung vorlag, ab wann eine Benutzung des Produkts gegeben sein sollte. Dies kann der Fall sein, wenn ein kleinerer oder größerer Teil entnommen wird, bereits bei bloßem Öffnen des Produktbehältnisses, Entfernung der Versiegelung oder durch das Öffnen der Produkt-Umverpackung.

Da der Kauf über Internet für Verbraucherinnen schon den Nachteil hat, dass keine Möglichkeit besteht, das Produkt vor Abschluss des Vertrages zu sehen, zu prüfen oder zu testen muss klar geregelt sein, wann genau eine Benutzung vorliegt. Den Verweis des Online-Versenders, dass geöffnete oder benutzte Produkte aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht zur Rücksendung geeignet sind oder dass angebrochene Kosmetikprodukte schneller verderben, ließen die Richter nicht gelten, denn es gibt einen Markt für „gebrauchte" Kosmetikartikel.

(Oberlandesgericht Köln, Beschluss v. 27.04.2010, Az.: 6 W 43/10)

(WEI)

Foto : ©iStockphoto.com


Rechtstipp aus der Themenwelt Shopping und dem Rechtsgebiet Kaufrecht

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