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Unfallschadenregulierung – gewusst wie

Rechtstipp vom 02.12.2017
Aktualisiert am 14.12.2017
(15)
Rechtstipp vom 02.12.2017
Aktualisiert am 14.12.2017
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Mit den ersten Frösten und Schneefällen erhöht sich wieder die Unfallgefahr auf den Straßen und Autobahnen. Ist man in einen Unfall geraten, kann sich die Unfallschadensregulierung als sehr schwierig erweisen, gerade wenn einen an dem Unfall kein oder nur ein geringes Mitverschulden trifft.

Ansprüche kennen

Hat man den Unfall nicht verschuldet, so kann je nach Fall der Unfallgegner eine Vielzahl von Schadensersatzansprüchen schulden wie etwaig erforderliche Abschleppkosten, Sachverständigenkosten, Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten, Wertminderung, Höherstufungsschaden, Mietwagenkosten, Nutzungsausfallschaden, Schmerzensgeld, Verdienstausfallschaden, Haushaltsführungsschaden und – die Kosten eines Anwalts. Bei Verkehrsunfällen muss grundsätzlich die gegnerische Versicherung die Anwaltskosten erstatten. Nur in Ausnahmefällen ist die gegnerische Versicherung dazu nicht verpflichtet.

Durchsetzung der Schadensersatzansprüche

In der Regel erkennen die Versicherungen zwar die Ansprüche an sich an, aber streiten dann oft, in welcher Höhe die Schadensposition zu ersetzen ist. An dieser Stelle ist der juristische Laie schnell überfordert und gibt sich ohne anwaltlichen Beistand oft mit weniger zufrieden, als ihm eigentlich zusteht, oder gibt nach mehreren ergebnislosen Schriftwechseln auf. Die wenigsten Laien sind in der Lage, ihre Ansprüche mit einer Klage durchzusetzen.

Ein fachkundiger Rechtsanwalt kann allerdings abschätzen, welche Kosten noch von der Versicherung zu bezahlen sind und welche nicht. Auch droht für die Versicherung das Risiko, verklagt zu werden, wenn sie berechtigte Forderungen nicht erfüllt. So kann schon allein die Einschaltung eines Rechtsanwalts zu einer höheren Regulierungsbereitschaft der Versicherung führen.

Auch bei einer Teilschuld mit Inanspruchnahme einer Kaskoversicherung kann der Rechtsanwalt das sogenannte Quotenvorrecht ausüben, um eine größtmögliche Erstattung aller Schäden zu erreichen: denn die Kaskoversicherung ersetzt nicht alle Schadenspositionen wie zum Beispiel die Wertminderung oder den Nutzungsausfallschaden. Mit der Ausübung des Quotenvorrechts lassen sich jedoch diese Haftungslücken verringern.


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