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Unterhaltsreform

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Alleinerziehende mit Grundschulkindern müssen nur Teilzeit arbeiten.

Auch nach Inkrafttreten der Unterhaltsreform zum 01.01.2008 ist einem geschiedenen alleinerziehenden Ehepartner, neben der Betreuung von zwei Kindern, nur eine Teilzeittätigkeit (fünf Stunden) zumutbar .

Eine geschiedene alleinerziehende Ehefrau klagte auf nachehelichen Unterhalt. Sie hatte nach der Scheidung zum ersten Mal eine Erwerbstätigkeit aufgenommen und betreute zudem die beiden Kinder im Grundschulalter. Das Familiengericht ging bei der Berechnung ihres Unterhaltsanspruchs von der Möglichkeit einer Vollzeitbeschäftigung aus. Das OLG Düsseldorf korrigierte diese Entscheidung.

Danach darf in der Regel der Alleinerziehende nicht zu einer Vollzeittätigkeit verpflichtet werden, da er für den Arbeitsweg, die notwendigen Einkäufe, die Versorgung und Betreuung der Kinder angemessene Zeit beanspruchen kann.

Die Umstände des Einzelfalles sind jedoch gemäß § 1570 BGB maßgeblich. Sollte der Alleinerziehende - wie im vorliegendne Fall - früher nicht berufstätig gewesen sein, kommt ein gleitender Übergang in das Arbeitsleben in Betracht, wobei die Anzahl der Arbeitsstunden nach und nach auf das zumutbare Maß gesteigert werden kann. 

Quelle: OLG Düsseldorf PM v. 28.05.2008 

 


Rechtstipp vom 04.06.2008
aus den Rechtsgebieten Familienrecht, Unterhaltsrecht

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            Rechtsanwältin Havva Fahimian Rechtsanwältin Havva Fahimian

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