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Unternehmensgeflecht um Malte Hartwieg: Staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen

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August 2014: wie eine Reihe seriöser Wirtschaftsmedien (unter anderem das online-Portal der ARD) berichten, dreht sich das Ermittlungskarussel gegen den Unternehmer Malte Hartwieg und das durch ihn gegründete beziehungsweise beherrschte weitverzweigte Unternehmensgeflecht weiter. Bereits Mitte Juli sei es zu einer Reihe von staatsanwaltschaftlichen Durchsuchungen gekommen, Ziel waren hier Privaträume sowie eine Reihe von Firmensitzen. Einem entsprechenden Bericht der WirtschaftsWoche zufolge habe dies Hartwiegs Anwalt, Werner Klumpe, bekanntgegeben. Bereits seit Monaten hatte die zuständige Münchner Staatsanwaltschaft Vorermittlungen wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug betrieben, zwischenzeitlich wurde in dieser Hinsicht ein ordentliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies habe Thomas Steinkraus-Koch, der Pressesprecher der Münchner Staatsanwaltschaft, boerse.ARD.de auf Nachfrage mitgeteilt.

Im Fokus der Ermittlungen stehe hier das Internet-Finanzvermittlungsportal DIMA24.de, alleine hier haben rund 200.000 Anleger nach unternehmenseigenen Angaben rund 2,3 Milliarden € investiert. Seit geraumer Zeit gibt es in einer Reihe von Fonds der Finanzgruppe massive Auffälligkeiten, Stockungen der anstehenden Ausschüttungen oder gar Ankündigungen im Hinblick auf einen bevorstehenden Totalausfall. Betroffen sind hier unter anderem Investmentvehikel der Gesellschaften Panthera Asset Management, NCI New Capital Invest, Euro Grundinvest sowie Selfmade Capital, wie wir bereits in den vergangenen Monaten mehrfach berichtet hatten.

Hartwieg hatte sich in der näheren Vergangenheit von einer Reihe von Unternehmen beziehungsweise Beteiligungen getrennt, so wurde unter anderem ein Verkauf der Vertriebsplattform Dima24.de an seine vormalige Geschäftsführerin Renate Wallauer sowie den "Chefanalysten" Dr. Frank Schuhmann bekannt. Die offensichtliche Tatsache, dass es sich hier um eine Art Asset-Deal im Rahmen eines sogenannten Management-Buy-Outs handelt, sowie die vielfachen Umbenennungen der in Rede stehenden Gesellschaften nähren mindestens die Vermutung, dass hier absichtliche Verschleierung der Besitzverhältnisse im Firmengeflecht sowie unauffällige Bereinigung möglicherweise anstehender Haftungsfragen die Zielsetzung sein könnte. Auch die offensichtlichen Versuche des Herrn Malte Hartwieg, aktuelle oder vormalige Geschäftspartner für die bestehenden Auffälligkeiten und Probleme verantwortlich zu machen, die augenscheinlich hilf- und wirkungslosen Anstrengungen, über Einschaltung von Anwaltskanzleien sowie einer Detektei für Aufklärung zu sorgen und weitere Ungereimtheiten mehr lassen für die betroffenen Investoren nicht viel Gutes erahnen.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath empfiehlt ein weiteres Mal allen geschädigten Anlegern, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Einlagen zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. Insonderheit dürften hier sogenannte Arrestpfändungen zur vorsorglichen Interessenswahrung im Fokus stehen. Wir führen ständig hunderte von laufenden Verfahren auf dem Gebiete des Kapitalmarktrechtes und haben uns hier insbesondere auch hinsichtlich der nachdrücklichen und effektiven Durchsetzung bestehender Ansprüche über die Jahre eine ausgezeichnete Expertise erworben. Gerne dürfen Sie uns in dieser Angelegenheit kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze Klärung des Sachstandes ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 04.09.2014

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