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Update Hannover Leasing Wachstumswerte Europa III (HL 193) aktuelle Rechtslage wg. Prospekturteil?

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Nach einem kürzlich erschienenen Internetbericht soll ein Prospekturteil im Hinblick auf den Verkaufsprospekt des Immobilienfonds Hannover Leasing Wachstumswerte Europa III GmbH & Co. KG (HL 193) vorliegen. Insoweit soll das Landgericht Stuttgart dieses im Juni 2017 verkündet haben.

Wenn dies zuträfe, können sich die rund 10.000 Anleger die sich im Jahr 2009 an diesem geschlossenen Immobilienfonds beteiligt haben, große Hoffnungen auf einen 100 %igen Schadensersatz gegenüber Prospektherausgeber, Initiatoren, Treuhänder und Gründungsgesellschafter sowie Berater und Vermittler machen, so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser, von der gleichnamigen Anwaltskanzlei aus Stuttgart und Berlin. 

Rechtsanwalt Eser vertritt bereits zahlreiche Anleger bundesweit sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich. 

Insoweit wird kostenfrei eine Erstberatung durchgeführt und dort, wo das Gesetz dieses zulässt, auch auf Basis einer Erfolgshonorarvereinbarung die Tätigkeit übernommen. 

Nach Auffassung von Rechtsanwalt Eser sollten Anleger jedenfalls die Ansprüche von einem versierten und spezialisierten Fachanwalt zeitnah prüfen lassen.

Nach der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes muss ein Vermittler und Berater bei der Verwendung eines fehlerhaften Prospektes, die dort enthaltenen Fehler und Unrichtigkeiten richtigstellen, und zwar vor Abgabe der Beitrittserklärung. 

Unterlässt also der Vermittler/Berater diese Richtigstellung haftet er bereits aus diesem Grund. 

Dieses zeigt die immense Bedeutung eines klagestattgebenden Prospekturteils. Daneben zählen zu den weiteren Anspruchsgegnern die Prospektaufsteller und Verwender, Initiatoren, Garanten, Treuhänder und Gründungsgesellschafter. Auch diese haften schon allein wegen der Fehlerhaftigkeit des Prospektes. 

Neben Prospekthaftungsansprüchen können die geschädigten Anleger weiter, und zwar kumulativ, auch Ansprüche wegen Falschberatung gegen Vermittler und Berater stellen. 

Es existieren also zwei völlig unabhängige Anspruchsgrundlagen jeweils auf 100 % Schadensersatz gerichtet.

Eine Immobilienfondsbeteiligung ist und bleibt eine hochspekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Immobilienfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Rechtsanwalt Eser ist seit nunmehr fast 15 Jahren als spezialisierter Anwalt im Bereich des Bank-und Kapitalmarktrechts bundesweit tätig. Daneben ist er auch als Lehrbeauftragter bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart tätig.

Die Kanzlei verfügt über eine Zweigstelle in Berlin (Friedrichstraße).


Rechtstipp vom 29.06.2017
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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