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Update VW-Abgasskandal, bahnbrechende Wende in der Rechtsprechung

Rechtstipp vom 25.06.2017
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Rechtstipp vom 25.06.2017
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Gerichtsurteile geben VW-Geschädigten recht, bahnbrechende Wende in der Rechtsprechung, Versicherungen müssen Kostenschutz zusagen 

Verjährung zum Jahresende

Nach Auffassung von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Eser, Inhaber der gleichnamigen Anwaltskanzlei aus Stuttgart/Berlin, der zahlreiche VW-Kunden gegenüber VW-Händlern und auch gegen den VW-Konzern wegen den manipulierten Abgaswerten bei Dieselautos vertritt, hat sich nun eine entscheidende Wende in der Rechtsprechung zugunsten der VW-Kunden aktuell vollzogen. 

Aktuellen Entscheidungen der Landgerichte Arnsberg und Bayreuth haben nun den VW-Konzern selbst (also nicht die Händler) rechtskräftig auf Rückabwicklung des Autokaufs überwiegend verurteilt.

VW will dagegen offenbar nicht in Berufung gehen. 

Unter anderem auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben hierüber in ihrer gestrigen Samstagsausgabe berichtet.

Vor dem Landgericht Arnsberg hatte sich am 12. Mai der Fahrer eines VW Passat TDI aus dem Sauerland durchsetzen können (Az.: I-2 O 264/16). Auf Nachfrage bestätigte ein Gerichtssprecher der FAZ gegenüber, dass das Urteil „nach Ablauf der Berufungsfrist rechtskräftig ist“. 

Verjährung zum 31.12.2017

Diese Rechtsprechung ist deswegen so bedeutsam, da soweit ersichtlich erstmals rechtskräftige Entscheidungen gegen den VW-Konzern vorlegen. Das Problem ist nun jedoch, dass etwaige Ansprüche von Kunden zum Jahresende verjähren können.

Bislang hat VW zwar darauf verzichtet, sich auf Verjährung zu berufen. Im Gegenteil: Der Konzern hat zugesagt, noch bis zum 31. Dezember 2017 alle Reklamationen anzunehmen.

Doch was ist danach? 

Rechtsanwalt Eser empfiehlt allen geschädigten VW-Kunden, ihre Rückabwicklungsansprüche von einem spezialisierten Rechtsanwalt zeitnah prüfen zu lassen und gegebenenfalls verjährungsunterbrechende Schritte einzuleiten.

Gerichte verurteilen Rechtsschutzversicherungen auf Kostenübernahme

Auch existieren aktuelle Entscheidungen gegenüber Rechtschutzversicherungen, wo die Gerichte konkret die Versicherungen zur Kostenübernahme verurteilt haben!

Unter anderem verurteilte das Landgericht Düsseldorf die Rechtsschutzversicherung ARAG SE in zahlreichen Fällen zu Deckungszusagen im VW-Abgasskandal (vgl. 9 O 95/16, 9 O 157/16, 9 O 113/16). Weiter haben verschiedene Landgerichte auch andere Versicherungen zur Kostenübernahme verpflichtet, so zum Beispiel das Landgericht Düsseldorf und das Landgericht Koblenz sowie Köln und Mosbach, (LG Koblenz, Urteil vom 29.09.2016, 16 O 70/16; LG Köln, Urteil vom 22.06.2016, 20 O 62/16; LG Mosbach, Urteil vom 04.11.2016, 2 O 62/16).

Das sollten Sie jetzt tun

Wenn Sie als Besitzer eines manipulierten Autos jetzt klagen, haben Sie gute Chancen. Die Gerichte urteilen, wie vorgezeigt, immer häufiger zugunsten der VW-Kunden.

Eser Rechtsanwälte die seit mehr als 14 Jahren im Bereich des Schadensersatzrechtes, des Verbraucherschutzes für Verbraucher und Investoren tätig sind, führen auch kostenfrei die Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung. 

Es wird kostenfrei über die Rechts- und Sachlage beraten und informiert.


Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

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