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VentaPlan KG – nach Abwicklung (Liquidation) bleiben die Anleger mit Verlusten zurück

aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

Die VentaPlan Vermögensverwaltung AG & Co. KG wurde mit großem Verlust und intransparenten Zahlenaufstellungen abgewickelt, weil man die Kontrolle und Überwachung fürchtete, die das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) seit Mitte 2013 mit sich brachte. Die sog. AIFM-Direktive (AIFMD) ist mit der Umsetzung durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im Juli 2013 Teil des deutschen Rechts geworden. Damit hat der Gesetzgeber den Anlegerschutz weiter gestärkt. 

Die Emissionshäuser geschlossener Fonds mussten bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine sog. AIFM-Lizenz beantragen und hierbei bestimmte Bedingungen erfüllen, wie z.B eine Kontrolle der Mittelverwendung über die Platzierungsphase hinaus und durch eine unabhängige Verwahrstelle. Insbesondere die jährliche Ermittlung und Mitteilung des Nettoinventarwertes, also des Wertes der Beteiligung fürchtete die Ventaplan offenbar wie der Teufel das Weihwasser. Schließlich beantwortet die Geschäftsführung der DSS-Fonds Anfragen nach dem Wert der Beteiligung regelmäßig damit, dass dieser sich erst am Ende der Laufzeit ermitteln lasse und selbst die Mitteilung des Standes der Gesellschafterkonten müssen Anleger der DSS-Fonds einklagen.

Die Geschäftsführung bzw. Liquidatorin IL Management AG (vormals DSS Vermögensverwaltung AG) verweigert ihren „hinausliquidierten“ Gesellschaftern jegliche Einsichtnahme in die Jahresabschlüsse und die Verträge über den Verkauf der Zertifikate zur Überprüfung der Auseinandersetzungsrechnung mit fadenscheinigen Begründungen wie „Personalmangel“, „hohem Krankenstand“ oder gar mit einem „Jahresendgeschäft“, das so heftig ausfallen muss, dass ein Anleger nicht gleichzeitig die Jahresabschlüsse in den Geschäftsräumen einsehen kann! Und das, obwohl keine Gesellschaft der DSS mehr emittiert. 

Die Gesellschaften der DSS verweigern ihren Gesellschaftern schon die Aushändigung eines vollständigen Jahresabschlusses, auf den die Gesellschafter gem. § 166 HGB einen Anspruch haben, so dass die DSS-Gesellschaften natürlich erst Recht nicht ihre Geldtransaktionen überprüfen lassen wollen. Eine unabhängige Prüfung durch Abschlussprüfer findet dort ebenfalls nicht statt.

Vor dem Hintergrund, dass die DSS-Fonds bisher ihren Anlegern noch nie einen Gewinn zugewiesen haben, sondern nur Verluste, ist die Liquidation der VentaPlan KG noch das kleinere Übel, weil auch das Gesellschaftskapital der anderen Fonds der DSS sich seit über 10 Jahren nur verringert. Statt mit 27 % der Einlage, mit Null oder sogar einer Zahlungspflicht auszuscheiden, erzielten die Anleger der VentaPlan KG immerhin noch rd. 64 % ihrer Einlagen als Liquidationserlös, wenn man der „Berechnung“ des Liquidationsvermögens glauben und dieses überprüfen könnte.

Damit sollten Anleger der VentaPlan KG sich aber nicht zufriedengeben oder sich endlos vertrösten lassen, sondern Schadensersatz geltend machen. Neben dem Vermitler, sind auch hier die Gründungsgesellschafter in der Haftung.

Auch bei der Vermittlung der Beteiligungen an der VentaPlan wurde den Vermittlern das Märchen von der Kapitalgarantie für die Einzahlungen des Anlegers erzählt. 

Anleger, die bei Erwerb der Beteiligung an der VentaPlan Vermögensverwaltung AG & Co. KG unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht wurden, haben gegenüber den Gründungsgesellschaftern, den Initiatoren und den Anlageberatern einen Schadensersatzanspruch. Die angebliche Kapitalgarantie wurde bewusst irreführend dargestellt. Die Renditeangaben waren bei der VentaPlan KG für die kurzen Laufzeiten von vornherein unplausibel, denn sie berücksichtigten nicht, dass bei der möglichen Kündigung noch in oder direkt nach der Platzierungs- und Verlustphase kein Ergebnis in Höhe der Renditeangaben erzielt werden konnte. 

Für die Prospektfehler des Emissionsprospektes der VentaPlan KG und die unplausiblen Renditeangaben bei kurzen Laufzeiten haften auch die Gründungsgesellschafter der VentaPlan KG auf Schadensersatz.

Anleger der VentaPlan KG sollten daher jetzt Ihre Ansprüche rechtlich prüfen lassen, damit diese noch vor Eintritt der Verjährung durchgesetzt werden können.

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            Rechtsanwalt Jürgen Naumer (Kanzlei Naumer & Naumann) Rechtsanwalt Jürgen Naumer

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