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Verbraucherzentrale reicht Musterfeststellungsklage gegen Erzgebirgssparkasse ein

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Die Verbraucherzentrale Sachsen hat gegen die Erzgebirgssparkasse eine Musterfeststellungsklage eingereicht. Offensichtlich haben Nachberechnungen ergeben, dass bei den Sparverträgen „Prämiensparen flexibel“ oft die Zinsen nicht richtig berechnet wurden. Den Sparern seien durchschnittlich 6.000 Euro Zinsen entgangen. Über 400 Kunden der Sparkasse haben bislang ihren Zinsanspruch berechnen lassen. 

Scheinbar wurden die Zinsen bei den Sparverträgen „Prämiensparen flexibel“ durch die Erzgebirgssparkasse oft nicht richtig berechnet. Über 400 Verträge hat die Verbraucherzentrale bereits geprüft und dabei festgestellt, dass die Erzgebirgssparkasse stets zu wenig Zinsen gezahlt hat. Die Sparkasse wiederum hält die Berechnungen für angemessen. Nun können Verbraucher ihre Ansprüche im Streit um die Zinsanpassungen bei der Erzgebirgssparkasse anmelden. Das Bundesamt für Justiz hat das Register für eine Musterfeststellungsklage gegen die Erzgebirgssparkasse eröffnet.

Durchschnittlich 6.000 € zu wenig

Mehr als 400 Kunden der Erzgebirgssparkasse haben sich seit Februar 2019 bereits bei der Verbraucherzentrale beraten und ihre Prämiensparverträge nachrechnen lassen. Wie die Verbraucherzentrale angab, wurden durchschnittlich rund 6.000 Euro zu wenig ausgezahlt. In einem Fall waren es scheinbar sogar 43.000 Euro. Sparkassenkunden können ihre Ansprüche noch bis zum Ablauf des Tages vor Beginn des ersten Termins beim Oberlandesgericht Dresden anmelden.

Laut Verbraucherzentrale können sich alle Erzgebirgssparkassenkunden mit dem Sparvertrag „Prämiensparen flexibel“ mit den Klauseln „Die Spareinlage wird variabel, z. Zt. mit ... % verzinst“ bzw. „Die Sparkasse zahlt neben dem jeweils gültigen Zinssatz z. Zt. ... %“ der Klage beim Oberlandesgericht Dresden anschließen. Nach Prüfung zahlreicher Verträge auf Zinsanpassung hat die Verbraucherzentrale festgestellt, dass die variablen Zinsen für die Verbraucher nachteilig angepasst wurden.

In Gesprächen mit der Erzgebirgssparkasse hatte die Verbraucherzentrale Sachsen zuvor versucht, mit dieser eine akzeptable Kompromisslösung für die Sparer auszuhandeln. Die Gespräche blieben jedoch ergebnislos. In der Folge hat die Verbraucherzentrale Sachsen Musterfeststellungsklage erhoben, um so richtungsweisende Urteile zu erhalten, die sich zum Vorteil aller sächsischen, im Idealfall sogar aller Sparer bundesweit, auswirken.

Erzgebirgssparkasse hält an Berechnungen fest

Laut der Erzgebirgssparkasse seien die Berechnungen korrekt und die Zinsanpassungen angemessen gewesen. Zudem verweist sie auf die kaufmännischen Prinzipien, laut denen Verträge mit Kunden auf beiderseitigen Nutzen ausgerichtet sein müssen. Bei den Prämiensparverträgen „Prämiensparen flexibel“ sei das der Fall.

Schon im Mai diesen Jahres hatte die Verbraucherzentrale gegen die Sparkasse Leipzig eine Musterklage eingereicht, der sich bereits rund 750 Kunden angeschlossen haben.

Sparkassenkunden mit einem Prämiensparvertrag ist dringend zu raten, diesen prüfen zu lassen, um herauszufinden, ob sie bei den Zinsanpassungen übervorteilt wurden. Die Anwaltskanzlei Lenné ist Ihnen dabei gerne behilflich. Bestätigt sich der Verdacht, vertritt unsere Kanzlei Sie gerne gegen die Bank, um Ihre Ansprüche durchzusetzen. Geht man eigenständig gegen die Bank vor, kommt man zudem meistens schneller zu einem positiven Ergebnis als bei einer Musterfeststellungsklage. In einem kostenlosen Erstgespräch beraten wir Sie gerne.


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