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Verletzungen bei Verfolgung eines Diebes sind grundsätzlich auch im Ausland unfallversichert!

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Wer einen Dieb verfolgt, steht gemäß § 2 Abs. 1 Ziffer 13 Buchstabe c SGB VII unter dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung und zwar auch im Ausland. Allerdings entfällt der Versicherungsschutz, wenn es dem Verfolger lediglich um die Wiedererlangung des Diebesgutes geht und nicht um die Festnahme des Täters (SG Berlin, Az.: S 163 U 279/10).

In Fall war ein Mann zu einem Fachkongress nach Barcelona geflogen und hatte das anschließende Wochenende genutzt, die Stadt zu erkunden. Dabei wurde ihm von zwei Männern die Brieftasche gestohlen. Als der Mann die Verfolgung aufnahm, stellte ihm einer der Diebe ein Bein. Der Mann stürzte und brach sich einen Ellenbogen. Die Täter entkamen. Die Unfallkasse lehnte den Versicherungsschutz mit dem Argument ab, es sei dem Mann lediglich um die Wiedererlangung der Beute gegangen und § 2 Abs. 1 Ziffer 13 Buchstabe c SGB VII daher nicht einschlägig. Das Sozialgericht schloss sich dieser Auffassung an.


Rechtstipp vom 13.11.2013
aus den Rechtsgebieten Sozialrecht, Versicherungsrecht

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