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Verletzungen beim Sport

Haftung für Sportverletzungen

Wiederholt wurde durch die Gerichte ausgesprochen, dass grundsätzlich bei der Sportausübung sich jeder – soweit wie möglich – so zu verhalten hat, dass eben keine anderen Personen gefährdet werden. Dies gilt insbesondere natürlich auch für den alpinen Schisport. Die sogenannten „FIS-Regeln“ gelten als Zusammenfassung der Sorgfaltspflichten.

In der Regel werden diese „FIS-Regeln“ auch Gerichtsentscheidungen zugrunde gelegt.

FIS-Regel Nr. 1 besagt etwa, dass sich jeder Schifahrer so verhalten muss, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt. Die FIS-Regel Nr. 2 besagt, dass jeder Schifahrer seine Fahrweise seinem „Können“ anzupassen hat. Diese Verhaltensmuster gelten natürlich grundsätzlich nicht nur für den Schisport.

In einem aktuellen Anlassfall hat ein Schischüler trotz gegenteiliger Anweisung des Schilehrers nicht unterhalb der Gruppe versucht zum Stillstand zu kommen, sondern in etwas „überlässiger“ Art und Weise oberhalb der Schigruppe. Er ist hierbei zu Sturz gekommen und hat einen Mitschüler verletzt.

Das Gericht hat ausgesprochen, dass dem betreffenden Schifahrer der Vorwurf eines sorgfaltwidrigen Verhaltens nicht zu ersparen ist, da er einen zu geringen Abstand eingehalten hätte und seine Fahrweise nicht seinem Können angepasst war.

Es hätte ihm klar sein müssen, dass der kleinste Fahrfehler oder ein sonstiges Missgeschick infolge des geringen Abstandes nicht mehr korrigiert werden könne und es wurde ihm auch vorgeworfen, dass er seine Geschwindigkeit bzw. seine Fähigkeit unrichtig eingeschätzt hat.

Er hatte somit dem Kläger gegenüber zu haften und diesem ein entsprechendes Schmerzengeld für die erlittenen Verletzungen zu bezahlen.


Rechtstipp vom 31.01.2016

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