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Verluste durch Falschberatung: Taunussparkasse zu Schadensersatz gegenüber Stiftung verurteilt

Rechtstipp vom 09.08.2016
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Rechtstipp vom 09.08.2016
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02.08.2016: Wie unter anderem die Internetplattform fondsprofessionell online berichtet, hat erneut ein deutsches Gericht zugunsten einer Stiftung auf Schadensersatz durch die beratende Bank geurteilt. Rund eineinhalb Jahren nach einem ähnlichen Urteil gegen die Commerzbank entschied nun das Frankfurter Landgericht, dass die Taunussparkasse einem Stiftungskunden rund 1,5 Millionen € (zuzüglich entgangenem Zinsgewinn von rund 350.000 €) Schadensersatz leisten muss (Aktenzeichen: 2-12 O 189/15).

Anlageberater des Geldinstituts hatten in den Jahren 2005 – 2008 Vertretern der namentlich nicht genannten Stiftung empfohlen, in geschlossene Immobilienfonds zu investieren. Diese Anlageform war jedoch nach Ansicht des Gerichts für den betroffenen Sparkassenkunden unzulässig – zur Verwirklichung des Stiftungszwecks sei das Risikoprofil ungeeignet gewesen, ebenfalls habe die Notwendigkeit des Kapitalerhalts nicht Berücksichtigung gefunden. Ausdrücklich verwies das Gericht auf das sogenannte Commerzbank-Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts (Aktenzeichen 1 U 32/13). Auch tiefergehende Fachkenntnisse betroffener Bankkunden könnten das Geldinstitut nicht von einer Verpflichtung zu kompetenter Beratung freistellen.

Leider werden immer wieder Fälle eklatanter Falschberatung auch im Stiftungssektor publik. Nachgerade unverständlich ist, mit welcher Penetranz ganz offensichtlich Vermittler und Berater – wie möglicherweise auch im vorliegenden Fall – ausschließlich auf die Höhe allfälliger Provisionen und Vergütungen schielen, anstatt den Bedürfnissen der Kundschaft ihrem Auftrag entsprechend nachzukommen. Üblicherweise wird oberste Investitionsmaxime einer Stiftung immer der Kapitalerhalt sein – mit dem nachgeordneten Interesse regelmäßiger Ausschüttungen. Beide Ziele wurden hier eklatant verfehlt.

Adwus Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahr 2015 in Adwus Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. Adwus Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger, als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen Adwus Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse sowie die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“. 

Wir stehen mit unserem bundesweit tätigen Unternehmen für ausgewiesene fachliche Kompetenz und langjährig erworbene Expertise und setzen uns mit Erfahrung und Leidenschaft dafür ein, Ihre Interessen und Rechte bestmöglich zu vertreten.

Adwus Rechtsanwälte sind auch am Wochenende und an Feiertagen für Sie erreichbar und stehen für faire und transparente Kosten.


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