Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Teilen

E-Mail

Facebook

Twitter

LinkedIn

Xing

Link

Vermeintliche Abgasmanipulationen – BMW in den USA verklagt

(2)

Wegen vermeintlicher Abgasmanipulationen droht BMW in den USA Ärger. Eine US-amerikanische Kanzlei reichte am 27. März 2018 eine Sammelklage gegen den Autobauer ein, berichtet u. a. die „Süddeutsche Zeitung“. Diese Kanzlei hat schon vergleichbare Klagen gegen VW, Fiat Chrysler, General Motors, Daimler und Ford eingereicht. Für Volkswagen hatte dies bekanntlich teure Konsequenzen.

BMW werde vorgeworfen, dass bei den Modellen X5 und 330d die Abgaswerte manipuliert worden seien, und die Fahrzeuge im regulären Straßenverkehr weitaus mehr gesundheitsschädigende Stickoxide ausstießen als in den USA erlaubt sind, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf die Klageschrift. Betroffen sein sollen Modelle, die zwischen 2009 und 2013 verkauft wurden.

BMW hat bisher alle Vorwürfe der Abgasmanipulation entschieden zurückgewiesen. Allerdings ist der Autobauer auch in Deutschland ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Am 20. März 2018 hat die Staatsanwaltschaft die Konzernzentrale in München und das Dieselmotorenwerk in Österreich wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung durchsuchen lassen. Dabei geht es um die Modelle 750xd und M550d. BMW spricht davon, dass bei diesen Modellen 'versehentlich' eine falsche Software aufgespielt worden sei.

Ob BMW die Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen bewusst manipuliert hat, ist nach wie vor nicht erwiesen. Das Vertrauen der Verbraucher dürfte aber weiterhin leiden. Abgesehen davon müssen Dieselfahrer mit Fahrverboten rechnen und einen enormen Wertverlust ihrer Fahrzeuge hinnehmen.

„Seit dem VW-Abgasskandal hat sich die Lage für Dieselfahrer dramatisch verschlechtert. Diese Entwicklung müssen die betroffenen Autokäufer allerdings nicht tatenlos hinnehmen, sondern können ihre Ansprüche geltend machen“, sagt Rechtsanwalt Helmut Göbel (KQP Rechtsanwälte/Hamm), der bereits zahlreiche Betroffene im Abgasskandal der verschiedenen Autohersteller vertritt. In Betracht kommen beispielsweise Ansprüche auf Schadensersatz oder auf Rückabwicklung des Kaufvertrags. 

Alternativ kann auch der Widerruf der Autofinanzierung geprüft werden. Ob das Auto vom Abgasskandal betroffen ist oder ob es sich um einen Diesel oder Benziner handelt, spielt beim Widerruf keine Rolle. Der Widerruf ist möglich, wenn die finanzierende Bank eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet hat. Da bei Autofinanzierungen regelmäßig ein sog. „verbundenes Geschäft“ vorliegt, werden durch den erfolgreichen Widerruf sowohl der Kreditvertrag als auch der Kaufvertrag rückabgewickelt.

Mehr Informationen: http://www.kqp.de/vw-skandal/autobesitzer/


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Kaufrecht, Verkehrsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwälte Krämer Quel & Partner GbR

Newsletter

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.