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Vermietung über Airbnb – Verdacht der Steuerhinterziehung

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Die Vermittlungsplattform Airbnb erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit. Wer privat oder beruflich verreist, kann seine Wohnung untervermieten. Auch nutzen viele Eigentümer von Ferienwohnungen das Portal, um ihre Wohnung zu vermarkten.

Die Einnahmen aus der Vermietung der Wohnungen müssen aber in der Steuererklärung angegeben werden. Die Finanzämter haben den Verdacht, dass viele Airbnb-Vermieter ihre Einnahmen jedoch verschweigen – dies kann durchaus ein Steuerstrafverfahren nach sich ziehen.

Das Bundeszentralamt für Steuern hat nun bei Airbnb die Herausgabe der Daten von Vermietern in Deutschland angefordert. Danach soll überprüft werden, ob die Vermieter ihre Airbnb-Einkünfte in ihrer Steuererklärung angegeben haben. Vermietern, die ihre Einkünfte nicht angegeben haben, drohen unter Umständen hohe Nachzahlungen. Zwar ist eine Steuerfestsetzung nicht mehr zulässig, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist – die Festsetzungsfrist beträgt bei einer Steuerhinterziehung aber 10 Jahre!

Vermietern drohen daher Steuernachnahlungen für die letzten 10 Jahre plus 6 % Zinsen pro Jahr. Außerdem muss mit der Einleitung eines Steuerstrafverfahrens gerechnet werden.

Eine Bestrafung wegen Steuerhinterziehung kann man grundsätzlich mit einer strafbefreienden Selbstanzeige abwenden. Die Anforderungen an eine wirksame Selbstanzeige sind aber sehr hoch und vom Gesetzgeber und den Gerichten in den letzten Jahren deutlich verschärft worden.

Betroffene sollten schnellstmöglich von einem Steuerberater oder einem Fachanwalt für Steuerrecht prüfen lassen, ob noch eine strafbefreiende Selbstanzeige möglich ist.


Rechtstipp vom 08.06.2018

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