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Versicherung zahlt nicht – was tun? Anwalt?

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Wenn Ihre Versicherung nicht zahlt, obwohl sie dazu gesetzlich oder vertraglich verpflichtet wäre, sollten Sie sich das nicht bieten lassen.

Was tun, wenn die Versicherung den Schaden nicht zahlt? Womöglich hilft Ihnen ein spezialisierter Anwalt weiter. Dieser prüft Ihre Ansprüche und setzt Ihr Recht gegen die Versicherung effektiv durch.

Unsere Kanzlei bietet Betroffenen an, den Fall unverbindlich zu schildern und unsere kostenfreie Ersteinschätzung einzuholen. Dann können Sie fundiert entscheiden, was zu tun ist, ob ein Anwalt Sinn macht und inwieweit Sie rechtliche Schritte gegen die Versicherung einleiten sollen.

Warum zahlt die Versicherung nicht einfach alles komplett?

Man könnte annehmen, dass es ja Sinn und Zweck einer Versicherung ist, alles komplett zu zahlen. Denn hierfür entrichtet man ja seine monatlichen oder jährlichen Beiträge, falls mal ein Schaden auftritt.

Allerdings gibt es zumindest einleuchtende Gründe, wieso eine Versicherung nicht sofort alles komplett zahlt oder gänzlich die Zahlung verweigert. Auch kann es sein, dass die Versicherung nicht komplett alles verweigert, aber zumindest „auf Zeit spielt“ oder die Auszahlung verzögern möchte.

Versicherungen haben meistens keinen Nachteil, eine Zahlung nicht sofort zu leisten. Sprich: Sie können grundsätzlich erst einmal „lange prüfen“ oder sonst wie eine Leistung verzögern, denn dadurch entsteht ihnen kein Nachteil. Womöglich aber verzichtet der Anspruchsteller aus Kosten-, Zeit- oder Nervengründen dann auf seine ihm zustehende Zahlung für den Schaden.

Auch muss bedacht werden, dass Versicherungen oft mit Betrugsfällen zu kämpfen haben. Nicht selten stellen Menschen Ansprüche an Versicherungen, die gar nicht wirklich bestehen oder vorgetäuscht wurden. Hiergegen kann sich eine Versicherung nur dadurch wehren, den Fall intensiv zu prüfen und nicht sofort oder zumindest nicht komplett zu zahlen.

Diese Gründe sollten Sie als berechtigter Anspruchsteller aber nicht davon abhalten, Ihre Rechte durchzusetzen. Fragen Sie einen spezialisierten Anwalt, was in Ihrem Fall und bei Ihrem Schaden zu tun ist, wenn die Versicherung nicht zahlt.

Was tun, wenn die Versicherung sich weigert, den Schaden zu begleichen?

Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass die Versicherung alle geforderten Informationen und Unterlagen von Ihnen erhalten hat. Wütende Mails oder bedrohliche Anrufe Ihrerseits an die Versicherung werden nicht weiterhelfen.

Wir geben nun einige grundlegende Tipps:

  1. Was tun, wenn der/die Sachbearbeiter/in ständig wechselt? Fordern Sie von Ihrer Versicherung, dass Ihr Fall möglichst von ein und derselben Person bearbeitet wird. Andernfalls kommt es zu Ineffizienzen, daran hat auch die Versicherung kein Interesse, denn das ist ein echter betriebswirtschaftlicher Schaden.
  2. Was tun, wenn die Versicherung nicht komplett zahlt? Nehmen Sie die Teilzahlung ruhig an, aber verzichten Sie keinesfalls auf Ihre Ansprüche. Lassen Sie sich nicht in eine Einigung „hineintricksen“.
  3. Kontaktieren Sie parallel einen Anwalt, der sich auf diese Art der Versicherungsfälle spezialisiert hat. Legen Sie Wert darauf, dass Ihr Anwalt Ihnen vorab eine kostenfreie Ersteinschätzung mitteilt und Ihnen möglichst ein Pauschalhonorar für die gesamte Bearbeitung nennt. So haben Sie eine gute Übersicht über möglicherweise entstehende Anwaltskosten.

Die Frage „Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?“, kann nie pauschal beantwortet werden. Es gibt zu viele Einzelfallkonstellationen und Arten von Schaden, bei denen wichtige Details zu beachten sind, als dass Sie im Internet eine genaue Herangehensweise erfahren könnten.

Wichtig ist für Sie allerdings, sich mental darauf einzustellen, dass Sie möglicherweise nur mit einem erfahrenen Anwalt weiterkommen werden. Es kann sein, dass Ihre Versicherung erst zahlt oder komplett alles zahlt, wenn Sie außergerichtlich gegen die Versicherung und den Schaden vorgehen.

Notfalls auch gerichtlich.

Versicherung zahlt nicht alles komplett – Teilzahlung akzeptieren?

Wenn Ihre oder die gegnerische Versicherung Ihnen eine Teilzahlung leistet, also nicht alles komplett zahlt, sollten Sie aufpassen.

In der Annahme der Teilzahlung könnte mitunter ein Forderungsausgleich bezüglich der gesamten Schadensforderung gesehen werden. Unterzeichnen Sie daher keinerlei Erklärungen.

Wenn Ihnen eine Teilzahlung zugeht, ohne dass Sie etwas gesondert erklärt haben, können Sie die Teilzahlung in den allermeisten Fällen erst einmal behalten. Erklären Sie aber der Versicherung nicht, auch nicht indirekt, dass Sie nun befriedigt sind.

Oft ist eine Teilzahlung besser als nichts, aber teilweise kann es sein, dass Sie Anspruch auf volle Zahlung hätten. Es kommt auf den Einzelfall und den konkreten Schaden an. Versicherungen versuchen daher, mittels einer Teilzahlung die gesamte Sache vollumfänglich zu erledigen.

Ihr Anwalt kann für Sie prüfen, ob die Teilzahlung akzeptabel ist oder nur als „Trick“ gewertet werden kann. Besprechen Sie daher mit Ihrem Rechtsanwalt, wie weiter zu verfahren ist.

Beschwerde einreichen, wenn Versicherung nicht zahlt? Was tun?

Während Ihr Anwalt für Sie außergerichtlich oder gerichtlich Ansprüche geltend macht, um den notwendigen Druck aufzubauen, können Sie auch eine Beschwerde gegen die Versicherung einlegen.

Eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenlos und kann Ihnen im Grunde nur helfen. Je mehr Druck, insbesondere von einer Aufsicht oder der Öffentlichkeit, auf Ihrer Versicherung oder der gegnerischen Versicherung aufgebaut wird, desto besser für Sie.

Erste Anlaufstelle für eine Beschwerde über die Versicherung ist die BaFin. Auf der Website der BaFin findet sich sogar in leichter Sprache eine genaue Anleitung, wie dies zu tun ist. Schildern Sie den Fall und den Schaden möglichst genau.

Folgen Sie den Schritten auf der Website der BaFin oder lassen Sie Ihren Anwalt die Beschwerde einreichen. Auch beim Verbraucherschutz könnte an eine Beschwerde gedacht werden.

Klage einreichen? Ihr Anwalt hilft Ihnen weiter!

In vielen Fällen lässt sich mit einer Versicherung, die nicht zahlt, außergerichtlich weder ein guter Vergleich noch die komplette Zahlung verwirklichen. Hier bleibt oft nur der gerichtliche Weg, um den eigenen Schaden endlich erstattet zu bekommen.

Sie möchten Klage erheben? Was tun?

Ihr Anwalt wird Ihnen dabei helfen, eine juristisch fundierte Klage einzureichen. Zunächst sollten die Erfolgsaussichten der Klage geprüft werden, damit Sie nicht „sinnlos“ Klage erheben – dies würde im schlimmsten Fall nur weitere Kosten für Sie bedeuten.

Bei guten Erfolgsaussichten sollte die Klage eingereicht werden. In der Klage wird, je nach genauer Fallkonstellation, auf eine größere Teilzahlung oder die komplette Zahlung wegen eines Schadens geklagt. Daneben kann auch Schadensersatz für die entstandenen Rechtsanwaltskosten eingeklagt werden.

Teilweise hilft es bereits, der Versicherung, die nicht alles komplett zahlt, den Entwurf der Klageschrift vorab zuzustellen. Hier kann die Versicherung dann deutlich erkennen, dass Ihr Anwalt bereits eine Klage vorbereitet hat.

Die Versicherung wird sich dann selbst fragen: Was tun? Zahlen oder eine Klage riskieren?

Dies erhöht die Motivation einer Versicherung, doch noch einen guten Vergleich außergerichtlich zu schließen oder gar alles komplett zu zahlen.

Versicherung selbst verklagen?

Manchmal muss eine Klage nicht mit einem Anwalt vorbereitet werden, sondern kann auch „auf eigene Faust“ beim Gericht einzureichen sein. Dies ist insbesondere bei einem Schaden, der nur eine kleine Geldsumme betrifft, möglich.

Was tun, um die Versicherung selbst zu verklagen? Erst einige Informationen einholen! Hierbei bitten wir aber folgende Punkte zu beachten:

  1. Juristische Laien oder juristisch völlig unerfahrene Personen werden wohl keine juristisch fundierte Klage erstellen können. Die Chance, dass dieses „ich verklage meine Versicherung selbst“ scheitert, ist groß.
  2. Ab einem gewissen Streitwert („wie hoch ist der Schaden?“) herrscht Anwaltspflicht. Bei kleineren Summen mag der eigenständige Weg vor das Amtsgericht möglich und ausreichend sein, bei höheren Summen geht es vor das Landgericht. Dort herrscht Anwaltszwang. Sie können bei höheren Summen Ihre Versicherung daher nicht selbst verklagen.
  3. „Strafrechtliche Klagen“ sind eigentlich Strafanzeigen. Auf strafrechtlichem Wege könnten Sie Ihre Versicherung selbst verklagen, aber auch hier lohnt es sich, juristisch fundiert vorzugehen. Insbesondere sollten Sie nicht fälschlicherweise eine Versicherung einer Straftat bezichtigen.

Verklagen von Versicherungen, insbesondere bei höheren Summen und einem größeren Schaden, gehört in die Hände eines erfahrenen Anwalts. Ihr Anwalt wird Sie über die Erfolgsaussichten und das Prozesskostenrisiko vollumfänglich informieren. Dann erst lässt sich eine vernünftige Entscheidung treffen.

Unsere Hilfestellung für Sie, falls es Probleme mit der Versicherung gibt!

Was tun, wenn Sie Probleme mit der Versicherung haben? Nutzen Sie unseren kostenfreien Service!

Unsere Kanzlei bietet Ihnen an, uns Ihren Fall unverbindlich per Mail zu schildern. Schreiben Sie uns, welcher Schaden vorliegt und wieso Ihre Versicherung nicht zahlt. Ein Anwalt unserer Kanzlei wird sich Ihre Fallschilderung genau anschauen.

Wir melden uns mit einer kostenfreien Ersteinschätzung zurück und helfen Ihnen gern, sich gegen die Versicherung zu wehren.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Versicherungsrecht

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