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Versicherungsrecht

Rechtstipp vom 13.03.2017
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Es gibt immer noch Deckungs-Versicherungsschutzlücken betreffend den Fahrer eines Kraftfahrzeugs nach einem Unfall.

Die typische Kfz-Haftpflichtversicherung als Pflichtversicherung enthält eine konkrete Absicherungslücke. Die Absicherung des Pkw-Fahrers, der den Unfall selbst oder mitverschuldet hat, ist gegen Personenschäden nicht ausreichend. Die eigene oder Kfz-Haftpflichtversicherung für das geführte Fahrzeug gleicht diese Schäden nicht aus.

Mit der Fahrerschutzversicherung wird diese konkrete Lücke geschlossen. Bei dieser handelt es sich nicht um eine Pflichtversicherung, sondern um eine freiwillige und eigenständige Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflichtversicherung.

Um diese abzuschließen, muss eine Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung abgeschlossen werden oder schon bestehen.

Diese Zusatzversicherung sichert den berechtigten Kraftfahrer des versicherten Pkws ab, wenn dieser einen Unfall allein verursacht oder mitverschuldet.

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind aber weiterhin Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt werden, z. B. wenn der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht und/oder keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

Der Versicherungsumfang und die Höhe der Versicherungsleistungen orientieren sich an dem entstandenen Personenschaden beim Fahrer.

Die Fahrerschutzversicherung gleicht die Schadensersatzpositionen aus, die im Fall eines von einem Dritten verschuldeten Unfalls dessen Kfz-Haftpflichtversicherung leisten würde und stellt den Fahrer damit mit einem geschädigten Dritten gleich.

Die Ansprüche, wie z. B. Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Haushaltsführungsschäden und Umbaukosten für Haus und Fahrzeug, sind umfasst.

Der Jahresbeitrag ist verhältnismäßig gering, der Schutz kann aber existenzsichernd wirken.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Versicherungsrecht

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