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Visa-Voraussetzungen für den Kauf oder die Gründung einer Firma in den USA

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Einige Auswanderer wünschen sich, in die USA auszuwandern, um dort ein besseres Leben anzufangen, wissen allerdings nicht, wie sie ihren Traum wahrmachen können. Grundsätzlich haben diese keine 1 Mio. Dollar zum Investieren oder sind fähig, eine Ehe mit einem Staatsangehörigen in den USA einzugehen, um die Visa-Voraussetzungen der USA zu erfüllen.

Bestimmte Länder haben internationale Verträge mit den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) abgeschlossen, die mitunter die Chance, ein Leben in den USA zu beginnen, fördern. Länder wie z. B. Österreich, Deutschland, Iran, Pakistan und die Türkei haben derartige Verträge mit den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) kodifiziert.

Dahingehend herrschen zwei Möglichkeiten vor, um die Visa-Bestimmungen der USA zu erfüllen.

1. Firmengründung in den USA „The E-1 Treaty Trader Visa“

Einwohner von Ländern, die mit den Vereinigten Staaten von Amerika ein Abkommen im Hinblick auf das „E-1 Treaty Trader Visa“ abgeschlossen haben, haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Firmengründung in den USA vorzunehmen und so ein Visum zu erlangen.

Die Voraussetzungen sind:

  • Die Firma des Antragstellers muss eine erhebliche Anzahl von Geschäften abwickeln. (Dies setzt eine laufende Anzahl von internationalen Geschäften voraus oder/und zahlreiche Transaktionen über einen gewissen Zeitraum. Diese Geschäftszahlen müssen nicht einen speziellen Umsatz darstellen.)
  • Das Hauptgeschäft der in den USA gegründeten Firma wird mit dem Land sein, mit welchem der Firmengründer die Staatsbürgerschaft innehat. (Das Geschäft muss 50 % seiner Geschäfte mit dem Ursprungsland tätigen, aus welchem der Firmengründer stammt.)

Dabei können Inhalte der Geschäfte weitreichende unterschiedliche Waren oder Dienstleistungen sein wie z. B. Versicherungen, Technologie und deren jeweilige Weiterleitung. Ein Beispiel hierfür wäre ein deutscher Staatsangehöriger, der z. B. Teile für BMW-Pkw im Hinblick auf den Verkauf in die USA importiert oder ein türkischer Staatsangehöriger, der türkische Lebensmittel in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) importiert, und zwar an Lebensmittelhändler in den USA. Ferner könnten Call-Center- oder Software-Lizenz-Verkäufer ebenfalls in die vorgenannten Kategorien fallen.

Im Zweifel sprechen Sie uns an, ob Sie die Voraussetzungen für ein „E-1 Treaty Trader Visa“ erfüllen.

2.) Bürgerinnen und Bürger aus Ländern, mit denen ein Abkommen im Hinblick auf ein „E-2 Treaty Investor Visum“ bestehen, können ein derartiges Visum beantragen, wenn diese eine bereits bestehende Firma in den USA kaufen möchten oder in diese investieren wollen.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

  • Der Antragsteller muss bereits bzw. oder hat bereits eine erhöhte Summe an Kapital in ein Bona-Fide-Unternehmen investiert. Dabei wird der „erhebliche Betrag“ als Betrag definiert, der derartig hoch ist, dass in Relation zu dem eigentlichen Unternehmenswert ein erheblicher Kapitalbedarf geflossen sein muss bzw. fließt.

Dies soll sicherstellen, dass der Antragsteller im Hinblick auf ein US-Visum sich finanziell mit dem Unternehmen verbunden fühlt, soll aber ebenfalls gleichzeitig zeigen, dass der Antragsteller finanziell in der Lage ist, die Investition zu tätigen.

  • Der Antragsteller muss ferner mindestens 50 % der Anteile an dem Unternehmen halten. Dabei sind stille Gesellschafter ausgeschlossen.

Beispiele für ein „E-2 Treaty Investor Visum“ sind z. B. ein Österreicher, der eine Milchfarm in Wisconsin kauft, ein Iraner, der ein Restaurant in den USA kauft oder ein Pakistani, der einen Kindergarten in den USA erwerben möchte. 

Alternativ kann ebenfalls ein Venture Kapitalist, der einen nicht unerheblichen Betrag an Kapital an ein Start-up weitergibt, ein derartiges Visum beantragen. Dies gilt ebenfalls für einen Entrepreneur, der einen erheblichen Betrag in eine New Tech-Firma investieren möchte.

Für Detailfragen im Hinblick auf die Voraussetzungen für die Beantragung eines derartigen Visums (USA) kontaktieren Sie uns bitte.

Für den Fall, dass die Voraussetzungen unter den vorgenannten Punkten vorliegen, können nicht nur die eigentlichen Investoren die Visa erhalten, sondern ebenfalls deren Familienmitglieder, wie z. B. der Ehepartner und Kinder unter 21 Jahren, solange sämtliche dieselbe Nationalität haben. Dies gilt ebenfalls für ebenfalls für Spezialisten oder Manager, die für die Führung oder Gründung der Firma in den USA benötigt werden, sofern diese ebenfalls die Nationalität des Antragstellers aufweisen.

Die Visa-Voraussetzungen, sofern sie erfüllt werden, können insofern den „amerikanischen Traum“ wahr werden lassen.


Rechtstipp vom 01.06.2018
aus der Themenwelt Businessplan und erste Schritte und dem Rechtsgebiet Wirtschaftsrecht | Amerikanisches Recht

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