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Visum zur Arbeitsplatzsuche gemäß § 18c Aufenthaltsgesetz

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Interessierte Fachkräfte aus Drittstaaten können mit einem Visum zur Arbeitsplatzsuche max. sechs Monate nach Deutschland kommen, um einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz zu suchen.

Voraussetzung hierfür ist insbesondere ein anerkannter Hochschulabschluss und die Möglichkeit, den Lebensunterhalt in Deutschland selbst zu finanzieren. (Der Lebensunterhalt gilt als gesichert, wenn mindestens der Betrag des einfachen Hartz-IV-Regelsatzes erreicht wird (bei Alleinstehenden: 390 €, bei Paaren: 740 €) sowie die Kosten für Unterkunft und Heizung und Krankenversicherungsbeiträge.))

Vor der Einreise muss der Interessierte bei der deutschen Botschaft seines Heimatlandes ein nationales Visum beantragen. Hierfür ist erforderlich, dass er neben dem Visumantrag seinen Pass und ein separates Passfoto vorlegt, einen Lebenslauf über den beruflichen Werdegang und den Hochschulabschluss (deutscher Hochschulabschluss oder anerkannter ausländischer Hochschulabschluss oder einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbarer Abschluss). Ob der Hochschulabschluss anerkannt wird, kann in der Datenbank ANABIN abgefragt werden unter http://anabin.kmk.org). Es sollte auch der Nachweis guter Sprachkenntnisse für die geplante Tätigkeit glaubhaft gemacht werden und ein Anschreiben, aus dem sich die Motivation zur Arbeitsplatzsuche, die Region und Vorstellung von der Arbeitsstelle umrissen wird. Es kann sein, dass die deutschen Botschaften je nach Land noch weitere Anforderungen stellen, die unbedingt vor der Antragstellung erfragt werden sollten.

Nach der Einreise muss der Aufenthaltstitel bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden, bevor das Visum abläuft. Findet der Interessierte innerhalb der 6 Monate einen Arbeitgeber, dann kann er bei der Ausländerbehörde die entsprechende Aufenthaltserlaubnis oder die Blaue Karte EU beantragen und kann sich ohne erneute Ausreise weiterhin in Deutschland aufhalten.


Rechtstipp vom 15.05.2015
aus dem Rechtsgebiet Ausländerrecht & Asylrecht

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