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Vorsicht bei der Einhaltung von Verpflichtungen

Rechtstipp vom 05.06.2012
Rechtstipp vom 05.06.2012

Studenten/Studentinnen haben während des Studiums diverse Pflichten zu erfüllen; u. a müssen sie sich während eines Studiums rechtzeitig rückmelden. Wird das versäumt, kann die Zwangsexmatrikulation die Folge sein. Mit dieser, aber auch mit einer aus freien Stücken vorgenommenen Exmatrikulation, ist die mit dem Studium verbundene grundsätzliche Berechtigung zum zeitgerechten Abschluss des Studiums entfallen; alle mit dem Status eines Studierenden verbundenen Rechte und Pflichten erlöschen. Möchte man dann das Studium neu aufnehmen, gilt man - auch wenn zuvor schon ggfs. viele Semester absolviert wurden - als Studienanfänger, muss sich also neu um einen Studienplatz bewerben. Auf Vertrauensschutz, nämlich dahingehend, das Studium nach bisherigen Regelungen abschließen zu können, kann man sich - so das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in seiner Entscheidung vom 30.05.2012 (13 B 404/12) - nicht berufen.

Das unerfreuliche Ergebnis ist, dass man ein Studium auf Grundlage der aktuell geltenden Regelungen neu aufnehmen muss. Allenfalls kann man sich die im vorzeitig beendeten Studium bereits erbrachten Leistungen für das neue Studium anrechnen lassen kann.


Rechtstipps aus dem Rechtsgebiet Schulrecht

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