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VW-Abgasskandal: Dieselfahrzeug in Bochum stillgelegt

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Im Juli dieses Jahres drohte das Kraftfahrtbundesamt noch mit der Stilllegung von Fahrzeugen, die bisher nicht an der Umrüstung teilgenommen haben. Nun wurde in Bochum tatsächlich das 1. Fahrzeug (VW Amorak, 3,0-Liter-TDI) stillgelegt. Nach Presseangaben hatte der Fahrer Befürchtungen, dass der Dieselmotor nach dem Update mehr verbrauchen und nicht mehr so haltbar sein könnte. Nun wurde ihm seitens des Straßenverkehrsamts der Betrieb des Fahrzeugs im öffentlichen Verkehrsraum untersagt. Auch der Kreis Euskirchen hat einem Fahrer eines VW Amorak den Betrieb des Fahrzeugs im öffentlichen Verkehrsraum untersagt. Da sich der Fahrer jedoch in einem Rechtsstreit mit dem VW-Konzern befand, konnte die Vollziehung dieser Untersagungsverfügung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ausgesetzt werden.

Betroffene Käufer sollten ihre Ansprüche schnellstmöglich anwaltlich überprüfen lassen, da zumindest hinsichtlich gewährleistungsrechtlicher Ansprüche die Verjährung zum 31.12.2017 droht.

In Betracht kommen grundsätzlich Ansprüche gegen den Fahrzeughändler und Hersteller. Vom Händler kann je nach Einzelfall Nachlieferung eines Neufahrzeugs, Nachrüstung oder Minderung verlangt werden. Alternativ kommt auch ein Rücktritt vom Kaufvertrag in Betracht. Hierbei wird das Fahrzeug zurückgegeben und man erhält den Kaufpreis abzüglich gefahrener Kilometer zurück.

Gegen den Hersteller bestehen Schadensersatzansprüche. Wurde der Fahrzeugkauf über ein Darlehen finanziert, kommt bei einer Fehlerhaftigkeit der Widerrufsinformation auch ein Widerruf mit der Folge der Rückabwicklung aller Verträge in Betracht.


Rechtstipp vom 27.11.2017

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