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VW-Abgasskandal: Nächster Meilenstein für Verbraucher vor OLG München

Die Liste der Gerichte, die für geschädigte VW-Käufer urteilen wird immer länger! Auch das OLG München stellt sich auf die Seite der Käufer. Alle Betroffenen Dieselkäufer seit 2005 der Marken VW, Seat, Skoda, Audi, Porsche können Ihre Rechte geltend machen!

Der VW-Abgasskandal

Mitte 2015 flog auf, dass VW mithilfe einer illegalen Software die Abgaswerte von Dieselautos manipuliert hat. Durch die Manipulation konnte VW so Umweltvorschriften umgehen, und niedrigere Abgaswerte vortäuschen. Dadurch konnte VW die Autos in Amerika und Europa auf den Markt bringen. Im September 2015 stand VW die Manipulation ein. Weltweit sind mehr als elf Millionen Fahrzeuge betroffen – Davon viele in Europa, insbesondere auch in Deutschland (mindestens 2,8 Millionen betroffene Fahrzeuge). In den USA musste VW bereits mehr als 13 Milliarden Euro als Entschädigung und Wiedergutmachung bezahlen. Viele Fahrzeuge mit EA 189-Motoren müssen aufgrund der Manipulation umgerüstet werden. Des Weiteren gab es mehrere Rückruf Aktionen von VW.

Die Entscheidung des OLG im VW-Abgasskandal

Das LG Traunstein hatte im zu entscheidenden Fall zunächst zugunsten VWs entschieden. Doch der Fahrer eines vom Abgasskandal betroffenen Golf Trendline BlueMotion Technology 1,61 TDI ging vor dem OLG München in Berufung. 

Noch bevor das OLG München über den Fall entscheiden konnte, nahm der Händler das betroffene Auto dann mehr oder weniger freiwillig zurück und umging somit ein obergerichtliches Urteil.

Jedoch musste trotzdem vom OLG München die Frage beantwortet werden, wer denn nun die Prozesskosten zu tragen hat. Und dadurch wurde implizit entschieden, wie der Fall ausgegangen wäre, wäre das OLG München zum Zug gekommen – und zwar pro Autokäufer. Die Taktik vom Händler, das Auto zurückzunehmen und dadurch eine Entscheidung des OLG zu verhindern, ging nicht auf. Mit Beschluss vom 23. März 2017 (Az. 3 U 4316/16) hat sich das OLG München durch die Blume gegen VW gestellt.

Konsequenzen für VW im VW-Abgasskandal

In der Begründung des Beschlusses heißt es in einer Randnotiz sogar, dass sich der Händler das Verhalten des Herstellers zurechnen lassen müsste. Im Ergebnis können nun mehrere Millionen geschädigte Käufer des VW-Konzerns – Marken: VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche – ihre Ansprüche einklagen.

Rechtsfolge des VW-Skandals für Betroffene: Tausch neues Auto gegen altes Auto oder Geld zurück!

Die Erstberatung im VW-Skandal ist bei uns bundesweit stets kostenlos!

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            Rechtsanwalt Markus Decker (DECKER & BÖSE Rechtsanwälte, Kanzlei für Bankrecht, Kapitalmarktrecht und Verbraucherrecht) Rechtsanwalt Markus Decker

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